Es hat zwar etwas gedauert, aber dafür verspricht das Außengelände der Fortuna Kulturfabrik zu einer der schmucksten Ecken Höchstadts zu werden.

Mittendrin steht das ehemalige Heizhaus des Fabrikgebäudes, das ursprünglich abgerissen werden sollte. Diesen Plänen machte der Denkmalschutz einen Strich durch die Rechnung. Der Stadt blieb nichts anderes übrig, als eine Verwendung für den Bau zu finden. Mit Hilfe von Architekt Fritz Wiesneth, unter dessen Regie auch das Fortuna-Hauptgebäude saniert wurde, ist dies gelungen.

So entsteht derzeit ein Ausstellungs- und Veranstaltungsraum - "und der wird toll", gerät der Architekt selbst ins Schwärmen. Wie beim Hauptgebäude wird auch am Heizhaus die Klinkerfassade sichtbar bleiben. Wiesneth wollte eigentlich alle Mauerbögen am Heizhaus wieder auf machen, kam damit beim Denkmalschutz aber nicht durch. Was einst nur als Scheinöffnung angelegt war, soll auch so bleiben. Dafür wird das Gebäude mit Bodenstrahlern ins rechte Licht gerückt.

An der Ostseite des Heizhauses sind rund um die große Kastanie bereits die Umrisse des künftigen Biergartens zu erkennen. Für die Kinder soll auf dem Gelände auch eine Spielecke entstehen.
Der breite Treppenabgang vom höher liegenden Fortuna-Gelände hinunter in die Aischwiesen hat ebenso schon Form angenommen wie der behindertengerechte Aufgang nebenan. Komplettiert wird dieser Zugang zu den Aischwiesen mit einem noch anzulegenden Fuß- und Radweg hinüber zum Parkplatz Aischaue.

Die laut Architekt wohl beliebteste Ecke auf dem Areal dürfte eine Art Aussichtsplattform werden. Etwa 30 Quadratmeter groß, wird die Sitzgruppe auf Stahlträgern ins Aischtal hineinragen und besten Ausblick in die Wiesenlandschaft und aufs Höchstadter Schloss bieten. Auch Hochwasser-Touristen sollen hier auf ihre Kosten kommen, wenn unter ihnen das Wasser hindurchrauscht.

Die Arbeiten liegen im Zeitplan, die Kosten der einzelnen Gewerke im veranschlagten Rahmen. Bis Ende Juni möchte der Architekt fertig sein.