Tiefes Durchatmen und Kopfschütteln bei dem Mann, der die Straße kehren will. Autos, die über eine Diesellache fahren und den Kraftstoff weiter über die Straße verteilen. Dabei will der Mitarbeiter eines landwirtschaftlichen Betriebes genau das verhindern. Denn ein paar Minuten ist bei einem landwirtschaftlichen Gerät der Schlauch geplatzt, der vom Tank den Diesel zum Motor befördert.


Mit Ölbinder gestartet

"Der Motor schaltet sofort ab", sagt der Fachmann. Nichtsdestotrotz fließen die Reste im Schlauch auf die Straße. "Ich kann aber nicht verstehen, dass die Autofahrer so wenig Rücksicht nehmen", ergänzt er. Denn der eilig herbeigebrachte Ölbinder ist eine erste wichtige Maßnahme, um den Schaden in Grenzen zu halten.
Eine knappe halbe Stunde später war dann ein Spezialeinsatzgerät am Postkreisl. Der ADAC Neustadt besitzt einen Lastwagen, der mit einer speziellen Vorrichtung zur Ölspurbeseitigung - und anderer Kraftstoffe - ausgerüstet ist. Mit Hochdruck wird der Diesel aus den Poren der Straßendecke regelrecht hervorgeschleudert. Ein spezielles Absaugsystem nimmt dieses verschmutzte Wasser dann auf, um es in Tanks auf dem Laster zu leiten. Die Straße ist nach dem etwa halbstündigen Einsatz komplett gereinigt und man muss zweimal hinschauen, um zu sehen, dass es an dieser Stelle eine Verunreinigung gegeben hat.
Der "Ölfachmann" wurde übrigens von der gegenüberliegenden Polizei angefordert. Der Verkehr regelte sich von alleine.