Wer sich über Autofahrer wundern mag, der findet zurzeit eine wunderbare Stelle an der Ortsausfahrt des Erlanger Stadtteils Dechsendorf in Richtung Röttenbach. Immer wieder kommen Autofahrer, die auf die Staatsstraße einbiegen wollen, um in Richtung Röttenbach zu fahren. Vor der aufgestellten Sperre wird kurz angehalten. Die einen schütteln ungläubig den Kopf, andere wiederum schimpfen.
Wundern mag man sich, da aus allen Richtungen kommend, große Schilder darauf hinweisen, dass die Verbindungsstraße zurzeit gesperrt ist. Denn das staatliche Bauamt Nürnberg erneuert noch bis zum 7. April den Asphaltbelag auf der Staatsstraße 2259 zwischen Röhrach und Dechsendorf. Um einen schnellen Baufortschritt zu erzielen, wurde die Straße voll gesperrt.


Fahrbahn ist stark beschädigt

Die Fahrbahnoberfläche der Staatsstraße weise eine Vielzahl von Schadensbildern auf, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Erlangen. Im Jahr 2017 habe die Fahrbahndecke insbesondere in den heißen Sommermonaten erhebliche Schäden davongetragen. Durch die Fahrbahnsanierung werde die verkehrssichere Befahrbarkeit des Streckenzugs dauerhaft sichergestellt.
Dieses Bauvorhaben wurde bereits seit Wochen angekündigt und die Beschilderung entsprechend früh aufgestellt. Bereits in Erlangen, in Höchstadt, in Weisendorf finden sich die ersten Hinweise. Dennoch sind es, wenn man sich die Nummernschilder betrachtet, vor allem Fahrer aus der Region, die "ihr Glück versuchen".
Durch das Dechsendorfer Wohnviertel gibt es allerdings ebenso wenig eine Abkürzung wie durch den Wald, da ist spätestens an einem zu schmalen Waldweg Schluss. Wer das momentan gesperrte Stück weiträumig umfahren kann, sollte das tun. Sprich, wer aus Höchstadt und Adelsdorf kommt und in Richtung Erlangen will, sollte die Variante A 3 (Ausfahrt Heßdorf) oder A 73 - über Baiersdorf bis Erlangen - wählen.


Verschiedene Möglichkeiten

Wer tatsächlich nach Dechsendorf oder Röttenbach/Hemhofen möchte, hat ebenfalls zwei einfache Möglichkeiten. Zum einen über Röttenbach nach Kleinseebach/Möhrendorf und über die Kreisstraße zurück nach Dechsendorf, zum anderen über Röhrach, Hannberg und Heßdorf in den Erlanger Ortsteil. Beide Umleitungsempfehlungen gelten sowohl hinzu als auch zurück. Die Fahrt über Hannberg in Richtung Erlangen stellt sich aber vor allem in den Morgenstunden als Geduldsprobe heraus, da in Hannberg die Fahrer nach links auf die dortige Hauptstraße abbiegen müssen. Lange Rückstaus sind die Folge. In Richtung Röttenbach tritt das Problem nicht auf.


Hinweise zum ÖPNV

Bei der VGN-Linie 205 entfallen die Haltestellen "Dechsendorf Grünauweg" und "Dechsendorf Naturbadstraße" während der Baumaßnahme. Als Ersatz für beide dient die Haltestelle "Dechsendorf Weisendorfer Straße". In Fahrtrichtung Höchstadt muss die Haltestelle "Abzweigung Röhrach" für die Dauer der Vollsperrung entfallen, Ersatzhaltestelle hierfür ist "Röhrach". In Fahrtrichtung Erlangen wird die Haltestelle "Abzweigung Röhrach" bedient. Auf der VGN-Linie 246 kann während der Vollsperrung die Haltestelle "Röhrach" nicht bedient werden. Die Haltestelle "Dechsendorf Grünauweg" wird regulär angefahren. "Aufgrund der verlängerten Fahrtzeit durch die Umleitungsstrecke kann es sein, dass es auf den betroffenen Linien zu Verzögerungen kommt", heißt es in der Mitteilung der Stadt Erlangen.