Vier Verfahren laufen derzeit in der Kommune. Den größten Umfang hat der Bebauungsplan Reuthsee. Über 200 Bauplätze sollen in vier Etappen entstehen. Auch hier ist festgesetzt, dass bei hohen Grundwasserständen die Keller als dichte Wannen gebaut werden müssen. Des Weiteren soll das Wasserpotenzial des vorbeifließenden Reuthgrabens untersucht werden. Der Plan wird zwischen 15. Juli und 15. August öffentlich ausgelegt.

Bauen im Hochwassergebiet?

Bewohner von Lauf wollen für ihre Nachkommen Bauland schaffen. Meist geht es um Grundstücke, die im direkten Umgriff der bäuerlichen Anwesen liegen. In Wege einer Einbeziehungssatzung sollen die Baurechte geschaffen werden. Bei zwei solcher Plätze gibt es Probleme, so dass sie bislang nicht aufgenommen werden konnten. Die zur Bebauung vorgesehenen Flächen liegen innerhalb der Überschwemmungslinie. "Ob sie bebaut werden dürfen, hängt vom Urteil des Wasserwirtschaftsamts ab", erläuterte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW). Weder die Gemeinde noch das Landratsamt sind befugt, eine Ausnahme zu erlauben. Auch dann nicht, wenn die Grundstückseigner nachweisen können, dass das Rekordhochwasser die Flächen nicht erreicht hat.
Nicht Hochwasser, aber ein enger landwirtschaftlicher Weg ist das Hauptproblem für ein Bauvorhaben in Heppstädt. Dort will ein Privatmann auf seinem Grundstück fünf Baurechte schaffen. Das Areal liegt hinter den bebauten Flächen an der Ortsstraße. Deshalb sollte die Zufahrt über einen Weg erfolgen, der von der Flurbereinigung angelegt wurde und zum Teil mit Wohnhäusern bebaut ist. Der Weg hat keine Wendemöglichkeit und ist nur vier Meter breit. Der Gemeinderat vertagte eine Entscheidung.

Zwei Grundstücke statt drei

Der Bebauungsplan für den Wohnpark Adelsdorf wurde geändert. An seinem Rand waren drei Grundstücke mit rund 200 Quadratmetern vorgesehen. Sie konnten bislang nicht vermarktet werden. Deshalb wurde daraus nun zwei Bauplätze. Dafür gibt es zwei Interessenten. "Diese jungen Leute wollen barrierefrei bauen", teilte der Bürgermeister mit. Generationenübergreifendes und damit auch behindertengerechtes Wohnen ist die Grundidee des Wohnparks, der auf dem Gelände des ehemaligen Supermarkts Degen in der Bahnhofstraße entsteht.
Für den Bebauungsplan Aischtalblick wurden die Planungsleistungen vergeben. Das Vorhaben ist stark verkleinert worden, weil private Grundbesitzer mit der Erschließung durch einen Generalunternehmer nicht einverstanden waren. Jetzt wird nur das kommunale Areal bebaut. Die Gemeinde hat schon für alle künftigen Bauplätze Interessenten. Ihnen wurden die Verträge zugeleitet.