Herrliches Biergartenwetter und die Bergkirchweih in Erlangen konnten zahlreiche Adelsdorfer am Freitagabend nicht davon abhalten, sich im SC-Sportheim von Wolfgang Kießling auf eine Zeitreise durch ihren Heimatort mitnehmen zu lassen. Auf Einladung von Frauen-Union und Junger Union zeigte Kießling Bilder, die noch von seinem Vater Georg Kießling, ehemaliger Lehrer in Adelsdorf, und von ihm aufgenommen worden waren.

Drei Zeitperioden hatte er vorbereitet, beginnend in den 60er Jahren über die 80er Jahre bis in die Gegenwart. Neben Altbürgermeister Ewald Münch war auch Altbürgermeister Armin Goß anwesend, der dem Referenten erklärend zur Seite stand.

Interesse an der Heimat

Nicht nur alteingesessene Adelsdorfer waren gekommen, sondern auch viele, die vor 20 bis 40 Jahren zugezogen sind. "Mich interessiert einfach unsere neue Heimat und deren Geschichte", meinte einer der Gäste. Vom Ortseingang West ins Zentrum, vorbei am Kriegerdenkmal zur Kirche und zum Gasthof "Zur Post" führte Kießling die Zuschauer. Auch Bilder von der Kerwa und vom Fasching einst und jetzt wurden begeistert bestaunt.

Es wurde gelacht, gerätselt, wer auf den Bildern sein könnte, und wo genau das Foto im Ort entstanden ist. An der alten Badestelle an der noch nicht begradigten Aisch findet man heute zum Beispiel den DJK-Sportplatz. Bei alten Klassenbildern wurde gerätselt und gelacht. Was war der Fürstenberg in den 60er Jahren noch grün!

Beim Gulden, dem Gasthof "Zur Post", bewunderte man die Tanzulme, und die alte Pestsäule von 1610 stand auch noch nicht im Garten des Rathauses, sondern am ehemaligen Kirchenvorplatz (jetzt Parkplatz) vor der Dorflinde. Ein Bild mit den zwei Kirchen, von denen eine 1929 abgebrannt ist, den ehemaligen Kindergarten, der heute Pfarrzentrum ist und mehr betrachteten die Gäste. Auch sportliche Gruppenbilder von einst und jetzt wurden gezeigt. Mit zum Teil lustigen und erinnerungsträchtigen Bildern von den bunten Abenden beim Gulden, den Vorgängern der heutigen CSU-Prunksitzung, beschloss Kießling den farbigen, aber meist schwarz-weißen Bilderreigen.