Aus was sollte das Rahmenprogramm der Weihnachtsfeier eines Gesangvereins wohl bestehen als aus Musik? So waren es das Ensemble HerzoVokal sowie Cornelia Götz und Melanie Schuster, die von Gerald Fink am Klavier begleitet die Mitglieder des Liederkranzes Herzogenaurach unterhielten. Für einen Gesangverein war es aber auch selbstverständlich, dass die Mitglieder gemeinsam "Wir sagen euch an", "In dunkler Nacht" und "O du fröhliche, o du selige" anstimmten. Nachdem Vorstandsmitglied Georg Hutter das Jahr 2012 im Bild hatte Revue passieren lassen, gaben Ursula Welker und Erika Steininger zur Auflockerung auf fränkisch einen Weihnachtsdialog zum Besten.
Bernd Boggasch, der Geschäftsführer des Sängerkreises Erlangen-Forchheim, nahm gemeinsam mit Vorsitzender Ursula Welker zahlreiche Ehrungen vor (siehe Infobox). Für ihre langjährige Mitgliedschaft im Verein erhielten die Geehrten Blumen, Wein, Urkunden und Nadeln mit dem Vereinslogo überreicht.
Gerhard Fritsch wurde bei einer Veranstaltung im Vereinshaus im Jahr 1962 für den zweiten Tenor geworben. Fritz Schwardt, damals Vorsitzender, hatte ihn angesprochen. Zuvor war er bereits bei der Egerländer Singgruppe aktiv. Am Liederkranz gefiel ihm besonders die Kombination von Singen und Geselligkeit.

Ausflüge und Auftritte

Fritsch fallen auch seine damaligen Sängerkollegen ein, Valentin Welker, Fritz Schwardt, Georg Schaufler, Jakob Wirth und Rudi Welker. Im Tenor hatte er Anton Graf als "Stimmhalter" und danach Anton Scharf. "Ich wurde gut aufgenommen, das ist es, was mich dabei hält", meint er nur. "Für mich ist der Liederkranz der Verein, in dem ich mich heimisch fühle." Er erinnert sich an zahlreiche Auftritte und die Ausflüge, die Jakob Wirth organisierte. "Als Heimatvertriebener war man nicht überall so gut angesehen gewesen, aber im Liederkranz hieß es nur: Geh' her, du gehörst zu uns!" Obwohl es mit dem Singen nicht mehr so gut geht, hält er dem Verein aber weiterhin die Stange.