"So wie die Gartenarchitekten nur eine Wiese anlegen und auf die Trampelpfade schauen, die dann zu Wegen werden", sagt Ruthild Schrepfer von Herzocity. Genauso will die Werbegemeinschaft schauen, wo sich Passanten und Flaneure niederlassen. Denn man ist schon lange der Meinung, im Kern von Herzoganaurach fehlt es an Sitzgelegenheiten.

Was kann man tun, wenn man auf dem Hocker sitzt? "Gemafreien Latinoklängen lauschen", schlägt Ursula Dorweiler vor. "Schauen, was es mit den Walking Roses auf sich hat", empfiehlt Nicole Maydt. Oder um 22 Uhr zuhören, wenn die Feuerwehrler vom Vehnturm und Leute von der Grenzmark vom Türmersturm blasen. Und einen Blick auf die Herzomodels erhaschen, die via Facebook ausgewählt wurden, ergänzt Schrepfer.

Der Werbegemeinschaft, so sind sich die Drei einig, geht es wie schon sechsmal zuvor darum, zu zeigen,was die Stadt bietet. Deshalb bedauern sie, dass das Bayerischen Ladenschlussgesetz so streng ist und nur einmal im Jahr erlaubt, länger als bis 20 Uhr zu öffnen. "Und das ist auch noch auf die Innenstadt beschränkt", sagt Schrepfer und denkt an die vielen Facheinzelhandelsgeschäfte sowie die Outlets am Stadtrand.

In Anlehnung an die Petersburger Weißen Nächte ist die Nächtliche Verkaufsaktion von der Farbe Weiß bestimmt. Maydt ist sich sicher, dass auch viele Kunden die Idee aufgreifen. Die Männerwelt kann sich ja notfalls auf die ausgestellten weißen Traumautos beschränken.

Weiß gilt allerdings nicht bei den Kulinaria, besonders nicht bei den Bratwürsten und den mexikanischen Spezialitäten.