Es war nach dem Krieg, als im heutigen Welkenbacher Kirchweg in Herzogenaurach die Spedition Wormser Fuß fasste. Von 1945 bis 1971 war das Unternehmen dort beheimatet, das längst zu den großen Firmen in der Stadt gehört und seit fast zwei Jahrzehnten im Gewerbegebiet am Kuhwasen angesiedelt ist. Heute ist es ein beeindruckenden Areal, auf dem der Firmensitz mit den Hallen und einer Tankstelle untergebracht ist. Rund 200 Lastwagen zählen zum Fuhrpark der international tätigen Spedition. Etwa 420 Mitarbeiter sind bei Hans Wormser beschäftigt.

Nicht nur den alten Herzogenaurachern ist aber auch das einstige Firmengelände am Welkenbacher Kirchweg noch in Erinnerung. Schließlich blieben die Gebäude auch nach dem Auszug der Spedition Anfang der 70-er Jahre unverändert. 1971 wurde der Standort verlassen und in der Bamberger Straße ein Zwischenstopp bezogen. Seit 1995 ist Wormser außerhalb der Stadt gelegen, gleich angrenzend an das riesige Adidas-Gelände.
Die Bauten am Welkenbacher wurden vermietet, seit 1998 war das Herzogenauracher Krippenmuseum dort untergebracht. Inzwischen verändert sich das Gebiet dort. der Bebauungsplan wurde geändert, es darf nun vorwiegend Wohnnutzung herrschen.
Das bedeutet auch, dass die alten Speditionsgebäude weichen mussten. Die Bagger waren jetzt an der Arbeit, von den Häusern ist nur noch ein Steinhaufen übrig. Entstehen wird dort eine Wohnanlage mit 15 Wohneinheiten und einer Tiefgarage. Ein aktuelles Stück Nostalgie ist verschwunden.