Helmut Müller ärgert sich. "Es dreht mir förmlich den Magen um", schreibt er in einem Brief an die Stadt und die Presse, "wenn ich die Schreibweise Dohnwald sehen muss." Denn der Vorsitzende der Waldkorporation ist sich sicher, dass der bezeichnete Wald anders geschrieben wird, nämlich Thonwald.
Der Name mit dem D vorne dran stamme wohl entweder von einem Ortsunkundigen oder einem eingefleischten Franken und werde seither fälschlicherweise immer wieder genannt, behauptet Müller. Der Herzogenauracher erläutert auch, woher der richtige Begriff Thonwald kommt, nämlich von Thannwald. Er sei, wie beim Nürnberger Stadtteil Thon auch, dialektmäßig abgewandelt worden. Durch den Baumbestand lasse sich das belegen: "Tatsächlich gibt es auch noch an der Nordseite des Thonwaldes riesige Tannen", schreibt Müller. Das Th selbst sei bei einer Rechtschreibereform um 1900 abgeschafft worden.

Auch ein Blick ins Grundbuch gebe ihm recht, schreibt der Verfasser weiter. Dort heiße es noch Thonwald und in früheren Stadtplänen stehe wenigstens das Wort Tonwald, also noch mit einem T statt D.

Helmut Müller versieht seinen Brief an die Stadt, auch im Namen des Verwaltungsrats, mit einem offiziellen Wunsch. "Wir bitten Sie daher höflich und dringend, die ursprüngliche Schreibweise wieder zu berücksichtigen, vor allem beim Druck von Stadtplänen." Und weiter: "Um die Anwohner nicht zusätzlich zu belasten, kann es natürlich bei der Bezeichnung Dohnwaldstraße bleiben."