Er ist nur beratend tätig, soll also Vorarbeit leisten und Denkanstöße für den Gesamtgemeinderat geben. Die sieben Mitglieder mit Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU) als Vorsitzendem trafen sich vor Kurzem zu ihrer ersten Sitzung.
"Es durfte auch gesponnen werden", sagt Bürgermeister Gleitsmann. Was heißt, dass auch Visionen, die heute noch schwer realisierbar erscheinen, Raum bekommen. Der Ausgangspunkt hingegen war sehr real: der aktuelle Flächennutzungsplan, der durchforstet wurde. Gibt es noch Bauplätze oder Baulücken? Wie schaut es mit Möglichkeiten für neue Baugebiete aus und ist überhaupt ein Bedarf vorhanden?

Breitbandversorgung steht

So groß wie in der Vergangenheit werde die Gemeinde nicht mehr ausweisen, sagt Gleits-mann. Die Nachfrage sei einfach nicht mehr gegeben. Ganz ähnlich ist die Situation bei den Gewerbeflächen. Mittelständische Betriebe anzusiedeln wäre das Ziel der Gemeinde. Eine gute Breitbandversorgung - das A und O für Gewerbetreibende - sei vorhanden. Rund 150 000 Euro habe die Gemeinde in die Breitbandversorgung investiert. Bis zu 80 Megabit seien möglich. "Lücken, die wir schließen müssen", gibt es laut Gleitsmann noch in einigen Ortsteilen.
Die Demografie in der Gemeinde, ein ganz anderes Thema, soll den Ausschuss künftig ebenfalls beschäftigen. Noch gebe es viele Familien, in denen Kinder, Eltern und Großeltern zusammen leben. Es gebe aber auch Fälle, dass Senioren alleine und auf sich gestellt seien. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, will sich Wachenroth professionelle Hilfe holen. Zwei "Profis" vom Landratsamt sollen die Marktgemeinde im Seniorenbereich beraten. "Sie sollen uns inspirieren, damit wir wissen, wo wir ansetzen sollen", sagt Gleitsmann.
Bereits in trockenen Tüchern sei die Dorferneuerung. Die Ortsdurchfahrt werde derzeit aufgeplant. In einer Bürgerversammlung speziell zu diesem Thema wolle man "die Bürger mitnehmen". Der von der Staatsstraße durchzogene Altort soll sicherer werden und ein angenehmes Ambiente erhalten. Als Beginn der Maßnahmen stehe 2015 im Raum. "Ob es tatsächlich schon im nächsten Jahr losgeht, können wir heute aber noch nicht sagen." "Wohnen und arbeiten in einem schönen Ort", das Motto der Dorferneuerung, haben sich auch die Gemeindeväter auf die Fahne geschrieben.