Sie treffen sich jeden Donnerstag zwischen 13.30 und 17.30 Uhr im gemütlichen Kellerraum der ehemaligen Aischer Schule am Uttsberg. Es wird gekartelt, gestrickt, gespielt und geratscht. Im Durchschnitt sind es immer etwa 20 bis 30 Senioren, die beim VdK Adelsdorf Gesellschaft, Gemeinschaft und Gemütlichkeit bei Kaffee und Kuchen, Wein und Bier schätzen und genießen.

Der wöchentliche Seniorentreff ist das Highlight für diese Mitglieder. "Nur schade, dass unser Plauder-Café am Donnerstag mit Kuchenangebot und einem äußerst preisgünstigen, frisch zubereiteten warmen Abendessen noch immer viel zu wenig angenommen wird", erklärt die engagierte Vorsitzende Sabine Köhler-Huter. Seit mehr als zwei Jahren gibt es einen Fahrdienst, den der Adelsdorfer Seniorenbeirat auf den Weg gebracht hatte und der auf Anfrage von der Gemeinde durchgeführt wird. Einige der VdK-Senioren nehmen ihn gerne in Anspruch.

Einmal im Jahr treffen sich die "mobilen" Mitglieder zur Jahreshauptversammlung und im Dezember kommen sie zur Weihnachtsfeier. Ausflüge, Faschingsfeiern und das früher beliebte Karpfenessen sind langsam eingeschlafen, denn die Senioren wollen einfach nicht mehr allzu viel unternehmen. "Wir sind halt jetzt alt geworden und können nicht mehr fort", hört man des Öfteren. Aber alle schwärmen heute noch von diesen Unternehmungen. Der VdK Adelsdorf beteiligt sich an der Gestaltung des Volkstrauertages mit Kranzniederlegung zusammen mit den Kriegervereinen und der Gemeinde.

Gegründet wurde der Ortsverband am 1. September 1947 mit 17 Gründungsmitgliedern. Gründungsvorsitzender war Alfons Trapp, Bürgermeister von 1948 bis 1978. Am 14. Dezember 1985 wurde der "Seniorentreff" in den neuen Räumen der ehemaligen Aischer Schule eingeweiht.

Seit April 2014 steht Sabine Köhler-Huter an der Spitze des Adelsdorfer VdK. Sie ist die Nachfolgerin von Erika Kohl, die im Februar 2014 die Ehrenurkunde von der Gemeinde Adelsdorf für ihr großes Engagement für den VdK erhalten hatte.

Sabine Köhler-Huter ist ein sozialpolitisch engagierter Mensch und versucht, vor Ort praktische Verbesserungen zu erreichen. Als ehrenamtliche Prüferin und Beraterin für Barrierefreiheit in Hotels und Gaststätten steht Barrierefreiheit natürlich bei ihr ganz oben. Auch im Vereinslokal in der ehemaligen Aischer Schule ist noch nicht alles barrierefrei.

Vorgängerin hilft noch mit

Ihre Aufgaben beim VdK in Adelsdorf sind in erster Linie die Leitung des Seniorentreffs und die Organisation drumherum, Netzwerkarbeit, Außenkontakte und Öffentlichkeitsarbeit. Bei Krankenbesuchen, Besuchen an Geburtstagen oder hohen Familienfesten steht ihr die ehemalige Vorsitzende Erika Kohl zur Seite.

"Wir betreuen hier in erster Linie ältere Menschen, Rentner, Behinderte, chronisch Kranke, Pflegebedürftige und deren Angehörige, aber auch ältere Arbeitnehmer, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger", berichtet die Vorsitzende. Oft hilft sie den vielen alleinstehenden Frauen bei Kuranträgen. Auch gibt sie den Mitgliedern Hilfestellung, wie man sich bei Antragstellungen und Widersprüchen im Paragrafendschungel zurechtfindet. Wichtig ist ihr aber auch die Hilfe zur Selbsthilfe. Die Vorsitzende erteilt jederzeit Auskünfte oder verweist die Ratsuchenden an die entsprechenden Fachleute - besonders ausgebildete Experten. Auch Anwälte für Sozialrecht kämpfen für die Mitglieder bei Bedarf bis in die höchsten Instanzen.

Immer wieder versucht Sabine Köhler-Huter, etwas mehr Leben in den Verein zu bringen. Sie lädt Referenten zu Vorträgen ein, wie zuletzt zu den Themen "Medikamente im Alter" und "Neues aus der Rentenversicherung und Pflege". "Es ist schön und befriedigend, wenn man den Menschen helfen kann", sagt die Vorsitzende.