Im "Center for Euro-Oriental Studies" bündele man die Forschung von Disziplinen mit Bezug zur Orientforschung, teilte die Universität am Mittwoch mit. Darin arbeiteten 21 Lehrstuhlinhaber und wissenschaftliche Mitarbeiter aus Nahost- und Islamforschung, Geistes- und Kulturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Medizin, Jura, der technischen Fakultät und der Theologie zusammen, hieß es.

Das Zentrum wolle zeigen, dass in der globalisierten Welt, "Kulturen nicht für sich beanspruchen können, sie seien von Fremdeinflüssen frei", sagte der Sprecher der Plattform, Georges Tamer, Professor für Orientalische Philosophie und Islamwissenschaft. Die gemeinsame Orientforschung könne dazu beitragen, Phänomene wie die Entstehung der Terrormiliz "Islamischer Staat" fundierter zu behandeln. Auch die Flüchtlingskrise könne man nicht allein mit der Migrationsforschung verstehen, sagte Tamer. Die Ergebnisse der Forschung könnten dazu beitragen, Ängste in der Bevölkerung abzubauen. Das Zentrum soll im November eröffnet werden.