Der alte Uehlfelder Gemeinderat ist auch der neue - das erbrachte die Nachwahl in Uehlfeld am Sonntag. Abgegeben wurden in fünf Wahlbezirken plus Briefwahl 35 153 gültige Stimmen auf 1218 Stimmzetteln - 23 Stimmzettel waren ungültig. Gewählt haben 53,79 Prozent der Bürger. Bei der Erstwahl im vergangenen Jahr lag dieser Prozentsatz bei 58,99 Prozent.

Zufrieden zeigten sich die Vertreter aller angetretenen Parteien mit diesem Ergebnis. "Ein besseres Ergebnis hätten wir uns gar nicht vorstellen können. Wir haben ebenso viele Sitze wie bisher" waren sich Gerhard Winkler (Bündnis 90/Die Grünen), Walter Prechtel (Bürgerblock) und Konrad Knöchlein (CSU/FB), die jeweils Erstplatzierten auf den Listen, einig. Wie man dem sehr ruhig geführten Wahlkampf in den vergangenen Wochen entnehmen konnte, war das nämlich die Hauptsorge vor allem von CSU/FB, SPD, Grünen und Bürgerblock gewesen: dass zu wenig Wahlberechtigte noch einmal zu Wahl gehen und sich daher eine Sitzverschiebung ergäbe. In den Ortsteilen Schornweisach und Peppenhöchstädt/Rohensaas/Gottesgab würde die Wähler ihr Stimmrecht nutzten, um die Vertreter ihrer jeweiligen Wählergruppe nicht leer ausgehen zu lassen, das wusste man. Erwartungsgemäß lag hier auch die Stimmen mit 76 Prozent (Wählergruppe Peppenhöchstädt-Gottesgab-Rohensaas), 86 Prozent (Schornweisach) für ihre Kandidaten eindeutig im oberen Bereich.

Lisette Heid (SPD), im letzten Wahlkampf gerade einmal acht Stimmen vor ihrem Parteikollegen Horst Schulz gelegen, hatte sogar extra einen Rehaaufenthalt unterbrochen, um bei der Stimmenauszählung vor Ort zu sein. Ihr fiel natürlich ein Stein vom Herzen, als sie sogar - ohne dass noch genaue Zahlen genannt wurden - von einer Verbesserung ihrer persönlichen Stimmenausbeute erfuhr.

"Außer Spesen nichts gewesen" kommentierte Bürgermeister Werner Stöcker (CSU)dieses Ergebnis, das erst gegen 21.30 Uhr feststand. Notwendig geworden war die Nachwahl, wie bereits berichtet, weil der SPD-Kandidat Udo Schmidt die Erstwahl angefochten hatte und beim Verwaltungsgericht eine Nachwahl erzwungen. So lange gedauert hatte die Auszählung unter anderem, weil im Wahlbezirk Uehlfeld 1 der elektronische Stift ausgefallen war, mit denen die Stimmen gezählt werden. Über eine halbe Stunde lang musste alles manuell in den Computer eingegeben werden, bis ein Ersatzstift herbeigeschafft war.

So war dieses Mal sogar die Auswertung der Briefwahl schneller - obwohl rund 25 Prozent der Wahlberechtigten diese Möglichkeit genutzt hatten. Die Amtszeit des neuen/alten Gemeinderats dauert nun bis zur nächsten regulären Wahl.