Mal etwas ganz anderes für Touristen im Aischgrund hat sich Norbert Gumbrecht, Inhaber des Restaurants "Aischblick", einfallen lassen. Statt in einem ganz gewöhnlichen Hotelzimmer können Touristen schon bald eine originelle Übernachtungsmöglichkeit in der Großen Bauerngasse ausprobieren.

Denn wer kann schon von sich behaupten, dass er die Nacht schon einmal in einem Schlaffass verbracht hat? Gleich drei davon bietet Gumbrecht für Touristen mit leichtem Gepäck an. Der Bauausschuss erteilte am Montag einstimmig sein Einvernehmen.

Das Restaurant liegt direkt am Aischtalradweg. Immer wieder wurde Gumbrecht in seiner Gaststätte von Touristen angesprochen, dass es insgesamt zu wenig Möglichkeiten zum Übernachten gäbe. Daran wollte er schleunigst etwas ändern. Auf der letzten Fachmesse der Hotellerie und Gaststätten entdeckte er schließlich die Schlaffässer - und die Idee war geboren.

Drei Schlaffässer stehen inzwischen direkt an seinem Restaurant. Je nachdem, wie lange die Handwerker brauchen werden, möchte Gumbrecht sie in spätestens vier Wochen vermieten. Ein Fass ist vier Meter lang und hat einen Durchmesser von 2,30 Meter. "In einem Fass ist Platz für drei Erwachsene und zwei Kinder", erzählt Gumbrecht.

Die Fässer kommen von einem deutschen Hersteller, bestehen aus skandinavischer Fichte und sind laut Gumbrecht extrem witterungsbeständig.

Zwischen den Fässern sollen noch jeweils ein Fahrradschuppen mit E-Bike-Anschluss entstehen. Außerdem wird an das Restaurant noch eine Umkleidekabine mit Dusche und WC angebaut. Eine Nacht im Schlaffass für zwei Personen kosten 58 Euro.