Schließlich will sich die Vorstandschaft um TSV-Präsident Achim Hirsch keineswegs auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern plant schon jetzt zukunftsweisende Aktionen für die kommende Zeit.

Zunächst standen jedoch ein Rückblick auf 150 Jahre voller Siege, Niederlagen und das immer währenden Kameradschaftsgefühl auf dem Programm. Im Festzelt auf den Aischwiesen begrüßte Hirsch "Talkrunden" mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kirche.

An die Anfänge des Vereins kann sich aber niemand von ihnen mehr erinnern - die offizielle Gründung erfolgte durch Turner in Zusammenarbeit mit der städtischen Feuerwehr im Jahr 1862. Lediglich zwei Jahre hielt diese Verbindung an, bevor Feuerwehr und Sportler entschieden, von nun an getrennte Wege zu gehen.

Einen weiteren Meilenstein stellt das Jahr 1920 dar. Die immer größer werdende Zahl der Fußball-Begeisterten im Verein rief den FC Höchstadt ins Leben. Er sollte ähnliche Erfolge wie der benachbarte FC Nürnberg feiern. Zwar gelang dies noch ansatzweise in den Anfangsjahren, bald darauf blieben die sportlichen Erfolge allerdings aus.

Heute ist der TSV ein Breitensportverein mit vielen jungen Spitzensportlern im Bereich der Leichtathletik. Früher wie heute sei die Turnabteilung "die Säule des Vereins", so Achim Hirsch. Als neue Säule etablieren möchte sich schon bald eine ganz neue Abteilung - nämlich die des Schleuderballspiels. Abteilungsleiter soll hierbei kein Geringerer als Höchstadts Dekan Kilian Kemmer sein. Er habe immerhin vor genau zehn Jahren das Versprechen abgegeben: "Wenn es der TSV schafft, eine Schleuderballabteilung zu integrieren, übernehme ich persönlich die Abteilungsleitung".

Dass sich Achim Hirsch irgendwann wieder an diese Worte erinnern würde, überraschte den Geistlichen. "Scheinbar funktioniert die Mafia nicht nur im Vatikan", scherzte Kemmer. All der Humor half aber nichts - kurzerhand stand er im Abteilungsleiter-Trikot und mit Schleuderball-Ausrüstung vor dem begeisterten Publikum.

Wann und wo zum Training geladen wird, wollte der Dekan aber noch offen lassen. Schließlich müsse man sich zunächst der Frage widmen, wann das neue TSV-Heim am Sportpark eröffnet werden könne. "Glaubst du, dass eine Eröffnung im nächsten Jahr möglich ist?", fragte Achim Hirsch Bürgermeister und Schirmherren der Veranstaltung, Gerald Brehm (JL). "Wenn es nach mir geht, schon", tönte das Stadtoberhaupt daraufhin.

Ein weiteres Ziel für die Zukunft sei der Aufstieg der Herren-Fußballmannschaft. "Auch weiterhin wollen wir den TSV als den stärksten und erfolgreichsten Verein in der Region sehen", hat sich schließlich nicht nur Brehm zum Ziel gesetzt.