Das Sturmtief, das von Donnerstag auf Freitag durch Franken gezogen ist, hat auch im Landkreis Erlangen-Höchstadt und in der Stadt Erlangen für einige Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten gesorgt.
Wie es im Pressebericht der Polizeiinspektion Höchstadt heißt, war am Donnerstagabend eine 61-jährige Fahrerin aus Höchstadt mit ihrem Auto von der Rastanlage Steigerwald nach Ailsbach unterwegs. Nachdem ein Baum vor ihr auf die Fahrbahn gestürzt war, streifte sie diesen mit der Front ihres Fahrzeugs. Es entstand Schaden in Höhe von rund 2000 Euro. Eine Überprüfung der Unfallstelle durch die Polizei ergab, dass der Baum von einem anderen Verkehrsteilnehmer schon von der Straße entfernt wurde.
Ein weiterer umgestürzter Baum lag am Donnerstagabend gegen 22 Uhr quer über die Staatsstraße zwischen Kleinneuses und Höchstadt. Ein 48-jähriger Fahrer aus Höchstadt erkannte das Hindernis zu spät und fuhr noch leicht gegen den Baum. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 1000 Euro. Der Baum wurde durch die Feuerwehr Höchstadt entfernt.


Das Haus knapp verfehlt

Auch in der Trautenauer Straße in Höchstadt ist ein Baum umgestürzt. Es handelt sich um einen großen Nadelbaum, der in einem Privatgrundstück auf die Rasenfläche gefallen ist. Die Bewohner des Grundstücks hatten dabei noch Glück, dass ihr Haus samt Anbauten verfehlt wurde und kein weiterer Schaden entstand.
Auf einer Baustelle im Neubaugebiet von Erlangen-Büchenbach ereignete sich am Donnerstag durch den Sturm ein nicht alltäglicher Betriebsunfall. Aufgrund des starken Windes war eine frisch gemauerte Wand im ersten Obergeschoss eines Neubaus eingestürzt, teilt die Polizei mit. Die Steine fielen gegen eine Verschalung, die ebenfalls umfiel und einen 47-jährigen Maurer mit umriss. Eine Metallkante stieß dabei gegen den Helm des Mannes. Der 47-Jährige erlitt dadurch eine Kopfplatzwunde.


Rettung mit der Trage

Zur Rettung des Verletzten wurde die Feuerwehr Erlangen eingesetzt, die den Mann mit einer Trage aus dem Neubau konnte. Anschließend wurde er vom hinzugerufenen Rettungsdienst in die Universitätsklinik gebracht. Nach den bisherigen Ermittlungen war wohl der starke Wind ursächlich für den Einsturz. Der Baubetrieb wurde daher bis zum Eintritt einer Wetterbesserung aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingestellt. Die Schadenshöhe kann derzeit noch nicht näher beziffert werden, wird aber auf mehrere Hundert Euro geschätzt.