Diesen Tag haben die Kinder und Erzieherinnen sowie die Eltern sehnlichst erwartet. Das generalsanierte Kinderhaus St. Martin an der Orffstraße wurde einen Tag nach dem Martinstag von Pfarrer Helmut Hetzel offiziell geweiht und mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Natürlich gestalteten die Kinder das Fest weitgehend selbst mit Liedern und luden die Einweihungsgäste ein, ihr Haus von innen kennenzulernen.

Die Besucher staunten, was Architekt Erich Popp und die Handwerker aus der Tagesstätte gemacht haben. Aber bevor sich die Türen öffneten, segnete Pfarrer Helmut Hetzel das Kinderhaus und die Kinder sowie Kreuze aus Glas, die in den Gruppenräumen aufgehängt werden.

Erich Popp ließ die Geschichte des Kinderhauses Revue passieren und auch Bürgermeister German Hacker erinnerte an die Zeit des Umbaus, den die Stadt und der Freistaat Bayern gerne unterstützt haben. Die Generalsanierung kostete rund 2,3 Millionen Euro. Der Bürgermeister kündete an, dass die Stadt auch in Zukunft in die Kinderbetreuung investieren werde.

"Die Zeit der Container ist vorbei", freuten sich Kinder, Erzieherinnen, Pfarrer und Bürgermeister.
Die Eltern und Besucher wurden vom Elternbeirat im Obergeschoss bewirtet und in den Gruppenräumen gab es ein großes Bastel- und Spieleangebot für Kinder und Erwachsene.

Der Umbai war nötig, weil das 1987 eingeweihte Gebäude, das schon drei Jahre später erweitert werden musste, nicht mehr heutigen Anforderungen entsprach. Wie Erich Popp erinnerte, war die Liste der Mängel erheblich: Regen drang ein, Nässeflecken bildeten sich und die Stromverkabelung war teilweise sehr abenteuerlich. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen bei Kirche (Träger) und Stadtverwaltung (Zuschussgeber), dass dringend saniert werden muss.

Vieles musste bei der Generalsanierung erneuert werden, sagte der Architekt. Lediglich der Rohbau war in gutem Zustand. Die Gebäudehülle aber sei abgenutzt und auch nicht isoliert. Der Innenausbau musste komplett neu gemacht werden, die Installationen waren veraltet und beschädigt.

Ein Neubau schied wegen der zu erwarteten Kosten von rund 3,6 Millionen Euro aus und auch die Kindergartenleitung plädierte für eine Sanierung, denn bei einem Neubau hätten viel kleinere Räume gebaut werden müssen. So präsentiert sich das Kinderhaus mit neuen Farben in großzügigen hellen Räumen.

Während der Bauzeit mussten die rund 130 Kinder mit ihren Erzieherinnen in Container umziehen, sie fühlen sich in den neugestalteten Räumen aber schon wieder wie zuhause.

Der Kindergarten St. Martin wurde 1986 gebaut. Der Neubau mit drei Gruppen konnte im Februar 1987 bezogen werden. 1990 wurden zwei weitere Gruppen angebaut. Bereits 2005 wurde wegen des steigenden Bedarfs an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige eine Kindergartengruppe in eine Krippengruppe umgestaltet. Im September 2007 wurde noch eine zusätzliche Krippengruppe im Container eingerichtet.

Mit einem Laternenzug von der Kindertagesstätte bis in die Stadtpfarrkirche setzten die Kinder den Schlusspunkt des aufregenden Einweihungstags.