Das Seelhaus am Kirchenplatz zählt zu den ältesten Gebäuden der Innenstadt. Es geht auf das Jahr 1457 zurück. Denkmalfreunde müssen auch keine Furcht haben, dass das Häuslein zu verfallen droht. Denn die Stadt hat sich seiner angenommen und wird es sanieren. Darin sollen dann Wohnungen entstehen.

Im Bauausschuss war das historische Gebäude mit der Adresse Engelgasse 10 auch am Mittwochabend Thema. Denn da ging es um eine Abweichung von den ursprünglichen Plänen.


Marode Balken

Es geht um die Ausgestaltung der Nordfassade. Diese ist mit einem Sichtfachwerk versehen, das man nun entgegen erster Überlegungen so nicht erhalten wolle. Weil aber der Paragraph 8 der "Satzung über besondere Anforderungen an bauliche Anlagen ... sowie deren äußere Gestaltung im Altstadtgebiet der Stadt Herzogenaurach" betroffen ist, brauchte es eine extra Genehmigung. Die Satzung schreibe nämlich vor, dass Sichtfachwerk erhalten werden sollte, sagte Susanne Strater vom Planungsamt in der Sitzung.

Da dieser Teil des Fachwerks aber nicht original ist und schon mehrfach verändert wurde, und die Balken nach Aussagen des Bauamts obendrein auch noch angefault sind, wolle man von einer Erhaltung an der Nordfassade absehen. Das geschah laut Strater in Absprache mit dem Denkmalamt. Einen schützenden Charakter hätten diese Balken auch nicht mehr.