Zwei Schwerverletzte, zwei Leichtverletzte - das ist die Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls auf der A 3. Gegen halb drei rissen die Dechsendorfer Sirenen die Freiwilligen Feuerwehrler aus der Sonntagsruhe. Zusammen mit den Kameraden der Ständigen Wache in Erlangen ging es an der Auffahrt Erlangen-West in Richtung Nürnberg. Zunächst galt es sich durch den bereits entstandenen Stau zu kämpfen - die Rettungsgasse, so einige Einsatzkräfte, scheint wohl immer noch ein Fremdwort für manchen Verkehrsteilnehmer zu sein. Denn gerade in diesem Falle zeigte sich, dass jede Minute zählt.
Ein Nürnberger Ehepaar war von einem dortigen Rastplatz zurück auf die Autobahn gefahren. Nach ersten Auskünften der Polizei scherte der Mann zu knapp vor einem Kleintransporter ein, der auf den Golf auffuhr. Durch den Aufprall wurde das Nürnberger Auto quer über die Fahrbahn geschleudert und kam auf dem inneren Fahrstreifen zu stehen. Die beiden Personen hatten keine Möglichkeit, sich selber aus dem Auto zu befreien. Ein nachfolgender Kombi hatte Glück und kam gerade so zum Stehen. Die Unfallstelle war für den nachfolgenden Verkehr nicht mehr passierbar.

Neugier auf der Gegenspur


Mit schwerem Gerät wurde das Dach vom Fahrzeug abgetrennt, um die Verletzten zu versorgen. Vorsorglich wurde der Rettungshubschrauber alarmiert, um die Verletzten gegebenenfalls in die Klinik zu fliegen.
Ein Großteil der Arbeit der Feuerwehrleute bestand darin, die ausgelaufenen Betriebsstoffe der verunfallten Autos mit Ölbinder aufzunehmen. Nach gut zwei Stunden wurde die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben.
Nachsatz: Auch auf der Gegenfahrbahn bildete sich wieder ein langer Stau. Grund: Uneinsichtige Autofahrer, die sowohl ihre Neugier stillen wollten, als auch mit ihren Handys fotografieren. Sie hatten in diesem Fall allerdings ohne den Wirt respektive der Polizei ihre Rechnung gemacht. Den. Diese stellte eine Beamtin ab, um zumindest diejenigen aufzuschreiben, die als Fahrer der Meinung waren, dass sie das Unglück anderer Menschen aufnehmen müssen und in Folge beinah für weitere Unfälle gesorgt hätten.