Wie die Behörden im Anschluss an eine gemeinsame Besprechung am Dienstag informierten, sei das Tier, das Spaziergänger vor einigen Tagen an dem Weiher beim Erlanger Stadtteil Dechsendorf gesichtet hatten, bislang nicht mehr aufgetaucht.

Die Fachleute des städtischen Veterinäramtes konnten bei einem Ortstermin am Fundort keine Spuren des Tieres feststellen, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch bei den täglichen Kontrollen am nahegelegenen Badesee Dechsendorfer Weiher seien keine Hinweise für eine Wanderung des Tieres gefunden worden.

"Auch wenn wir die Chancen, das Tier zu fangen, angesichts der Erfahrungen in Irsee für eher gering halten, wollen wir die Aufstellung der Fallen nicht unversucht lassen", erklärte Erlangens Zweite Bürgermeisterin und Referentin für Umwelt, Energie, Gesundheit und Sport, Susanne Lender-Cassens (Grüne). Eine von der Reptilienauffangstation in München entwickelte Falle zum Fang von größeren Schildkröten wurde angemietet.

Die Feuerwehr verständigen
Zum Schutz gefangener Tiere müssen die Fallen, die zunächst für vier Wochen ausgebracht werden sollen, täglich kontrolliert werden.Bis zur Aufstellung sind unter anderem noch Absprachen mit den Besitzern der Weiher zu treffen. Die Behörden weisen darauf hin, dass Schnappschildkröten als scheue Tiere beschrieben werden, die jedoch in Gefahrensituationen durchaus aggressiv reagieren können. Bürger werden gebeten, im Falle einer Sichtung die Schildkröte keinesfalls selbst zu fangen, sondern umgehend die Feuerwehr unter der Rufnummer 112 zu verständigen.