Im idyllischen Innenhof der ehemaligen Bäckerei von Franz-Josef und Herta Lang bietet der Heimatverein jedes Jahr fränkische Volksmusik. Etwas abseits vom Trubel können die Besucher fränkische Musik ohne Verstärker und Lautsprecherboxen genießen. An den beiden Tagen werden die "Aurach-Spatz'n" immer von den Wolfsberger Musikern Peter Flöher und Norbert Aichholzer unterstützt und das "Fränkisch/Kärntner" Musikprogramm zieht jedes Mal "Stammpublikum" in den Innenhof.

Franz-Josef Lang öffnete dazu auch die Scheune, in der die Besucher Schutz vor der Sonne suchten. Unter der Mittagshitze litt in diesem Jahr zwar die Besucherzahl etwas, aber nicht die Spielfreudigkeit der Musikanten. Damit niemand Durst leiden musste, machte sich der Vorsitzende des Heimatvereins, Klaus-Peter Gäbelein mit Fahrrad und Rucksack auf den Weg und holte noch einige edle Tropfen.

Die edlen Tropfen gab es einen Hof weiter, bei Schmiedemeister Walter Drebinger, dort wurden die Gäste vom Freundeskreis der evangelischen Kirche bewirtet. Wie schon im letzten Jahr setzte "Stop" auf Irish-Folk und das gleich an zwei Tagen. Nach dem Erfolg im letzten Jahr, als "Paddys Last Order" im völlig überfüllten Hof der Drebinger-Schmiede für Begeisterung sorgte, gastierten in diesem Jahr mit der Bamberger Band "Heywood" und "Hillarious" aus Himmelstadt zwei Bands und Balladen, traditionelle Pub-Music und bekannte irische Klassiker erklangen.

"Wir wollten unseren Besuchern mal etwas außergewöhnliches bieten und ich habe Original Serrano Schinken bestellt", erzählte Ruth Niewerth. Sie hatte die Spezialität in Spanien schätzen und lieben gelernt und der mitgebrachte Schinken wurde zu Hause von der Familie und Freunden im Nu weggefuttert. Also ließ Niewerth solchen Schinken beim Altstadtfest aufschneiden und dieser schmeckte besonders zum Guiness-Bier.

Der Freundeskreis Stop-India setzt sich für Menschenrechte und für Frauen und Kinder in Indien ein. Vor Ort geht Stop gegen Kinder- und Menschenhandel sowie Kinderarbeit vor und bekämpft die Kinderprostitution. Der Freundeskreis finanziert sich rein über Spenden und die Einnahmen beim Altstadtfest erfüllen einen guten Zweck.

Der Innenhof, die inzwischen bekannte "Weinlaube" bei Welker Schlafkultur ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Die Gäste wurden vom Liederkranz 1861 nicht nur mit Wein und Schmankerln bewirtet, sie lauschten auch der Musik von Siggi Erhardt.

Am Sonntag hieß es dann für die Herzo-Singers und Herzo-Vocal "Singen in der Weinlaube" unter der Leitung von Chorleiter Gerald Fink. Die Chöre luden auch zum Mitsingen ein. Die Weinlaube ist auch dafür bekannt, dass sich nach dem Zapfenstreich entlang der Hauptstraße "halb Herzogenaurach" trifft, um den Tag in fröhlicher Runde ausklingen zu lassen.