Darin heißt es weiter: "Damit erfasst der bayerische Flächentarif Metall jetzt alle großen Konzerne und Betriebsstätten der Auto- und Zulieferindustrie, der Elektroindustrie und des Maschinenbaus".

Der bayerische IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler, zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG, sieht damit den Flächentarif weiter gestärkt: "Nach dem Tarifabschluss vom Mai zeigt die Einigung mit Schaeffler ein weiteres Mal den hohen Stellenwert des Flächentarifs - für die Beschäftigten und für die Unternehmen."

Bisher gesondert


Bislang gab es für die drei Schaeffler-Standorte, die Kerne des heutigen Weltkonzerns, einen gesonderten Tarifvertrag. Materiell unterscheiden sich die beiden Tarifverträge vor allem beim Weihnachtsgeld: Hier erreichte die IG Metall eine Bestandssicherung, was vor allem für langjährige Mitarbeiter wichtig ist. Neueingestellte (Stichtag: 1.4.) bekommen dagegen gleich das Weihnachtsgeld nach dem Flächentarif. Das ist in den ersten Beschäftigungsjahren deutlich höher.

Mehr Spielraum


Für den Zentralbereich in Herzogenaurach mit über 4000 Beschäftigten in Konzernfunktionen und Entwicklungsabteilungen haben IG Metall und das Unternehmen eine höhere Quote für tarifliche 40-Stunden-Verträge vereinbart, wird weiter berichtet. Das gebe dem Unternehmen mehr Spielraum und gleichzeitig den Beschäftigten mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit in Projekten etc. Eine Ampelregelung soll dafür sorgen, dass diese Ausweitung der 40-Stunden-Verträge nicht zu überlangen Arbeitszeiten führt.