2012 brachte Schwinge Marktl das Projekt, Kunst im Rathaus zu präsentieren, in Gang. Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) eröffnete nun schon die zwölfte Ausstellung. Ihn freut es, dass seine Mitbürger das Gebäude nicht als reine Behörde wahrnehmen, sondern dass es für sie auch Treffpunkt und Gesprächsort ist.
"Nein, so viele waren es wirklich noch nie", merkte dazu eine häufige Kunstbesucherin an. Aber nicht nur die Zahl der Betrachter steigt, auch die der aktiven Künstler. Trafen sich 2012 23 zum ersten Stammtisch, gehören inzwischen 34 dem Kreis an, der sich unregelmäßig im Restaurant Hopfenhaus trifft.
19 von ihnen bestreiten die aktuelle Ausstellung. "Sie heißt nicht Schwarz und Weiß. Man muss den Titel als ,Schwarz-Weiß plus‘ lesen", stellte Wahl richtig, denn nur wenige der gezeigten Arbeiten beschränken sich auf diese zwei Farben. Dem Hausherrn gefällt es besonders, dass sich mit Marlies Kolbe zum ersten Mal eine Mitarbeiterin als Hobby-Künstlerin outet.


Zwei Malerinnen machen Musik

Die teilnehmenden Künstler sind Monika Anders, Hellmut Baensch, Aimée Baumüller, Gerlinde Berendi, Rosi Felgenhauer-Sperr, Bärbel Geisler, Irene Haas, Gudrun Jabari, Helmut König, Marlies Kolbe, Marita Leonhardt, Biggi Liebich, Schwinge Marktl, Birgit Müller, Magdalena Murach, Friedel Neupauer, Ulla Rosenstein, Hanna Scheuermeyer und Jutta Wachs-Müller.
Die beiden Letzteren beschränken ihr künstlerisches Engagement nicht auf die bildenden Künste. Als Klavier-Saxophon-Duo schufen sie das abrundende Klangbild für die Vernissage. Und da die Kochkunst, wie schon der Name sagt, zu den schönen Künsten zu rechnen ist, steuerte Familie David vom Hopfenhaus ein opulentes Büfett bei.
Rosi Felgenhauer-Sperr stellt zwei Werke in Mischtechnik aus. "Nicht allein" und "Alte Heimat - neue Heimat" möchte sie verkaufen und den Erlös für die vom Puckenhof betreute Gruppe unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Die Ausstellung läuft bis zum 18. Dezember und ist während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.