Sie hatte den Anruf eines "Herrn Lemke" erhalten, der ihr erzählte, sie habe bei einer Verlosung eines Verlags 350 Euro gewonnen. Gleichzeitig habe sie wegen des Todesfalls eines Gewinners als Nachrückerin nun einen Anspruch von 135 000 Euro. Um die Frau in Sicherheit zu wiegen, erhielt sie die Rufnummer einer Vertriebszentrale, unter der sie die Bestätigung erhalten würde.

Bei einem Anruf dort wurde ihr der große Geldgewinn von einem "Herrn Klein" bestätigt. Allerdings müsse sie erst 2700 Euro als Art Kaution über Western Union in die Türkei überweisen, um die Gewinnauszahlung zu erreichen.

Der Rentnerin kamen nun doch Zweifel an der Richtigkeit der Beteuerungen, so dass sie über das Internet Erkundigungen einholte. Dort wurde sie über die Masche der Betrüger aufgeklärt, sie unterließ deshalb weitere Kontakte, sondern wandte sich an die Polizei. Dieser sind die angeblichen Gewinnmitteilungen als Anbahnung für einen Betrug bereits seit längerem bekannt. Auch in den Medien wurde schon mehrfach darüber berichtet.