Lange Gesichter, große Augen, enttäuschte Mienen. "Wie? Wir kommen hier nicht rein?" Die Security-Kräfte bleiben hart aber höflich. "Der Sammer und der Mertesacker sind doch schon da!" Die Beobachtung durch die große Glasfront ist richtig, nutzt aber nicht, um die "harten Jungs" weich werden zu lassen.
Denn vor 10 Uhr gehört das neueingerichtete Geschäft, das neue Adidas-Outlet erstmals nur den Mitarbeitern - und das gilt auch für die beiden Fußballstars, Weltmeister Per Mertesacker, und Ex-FC-Bayern-Vorstand Matthias Sammer. Fotos hier, Fotos da, Selfie selbstverständlich, mit und ohne Ball. Mehr Frauen neben den Stars als Männer. Die wollen eher eine Unterschrift auf dem Fußball.


Rundgang für den Profi

Im Schnellgang wird Mertesacker dann durch das neu eingerichtete Outlet geführt. Andreas Grunewald, Manager des Stores, so die Bezeichnung vor Ort, übernimmt diese. An geeigneten Orten ein kurzes Stehenbleiben, Foto machen, weiter geht es. Vorbei an den Sportartikeln, die ab 10 Uhr neben den beiden Fußballer- und Werbeprofis eine wichtige Rolle spielen sollen.
Grunewald zeigt die Produkte, die Adidas ausmachen, die "die gehen" und im engsten Sinne des Wortes "Renner" sind. Mertesacker ist interessiert, lässt sich alles zeigen und die Augen verraten, wo er selber gerne zuschlagen würde. Vermutlich nicht im Store, sondern per Direktbestellung.
Vor dem Store stehen mittlerweile an die 200 Menschen. Mit einem Ziel und so wird jede Minute Überschreitung skeptisch auf der Uhr abgelesen. Doch mit knapp fünf Minuten Verspätung geht es vor die Türe. Klassisch, mit dem Durchschneiden eines roten Bandes, wird die Neueröffnung zelebriert. Auf die Bitte eines Fotografen bei solch tollem Job doch ein wenig mehr zu lächeln, antwortete Sammer: "Natürlich schauen wir ernst, wir müssen ja hart arbeiten!" Schickte aber sofort das gewünschte Lächeln hinterher - Vollprofi eben.


Lauter Stars unterwegs

Nach dem Schnitt ging es zurück ins Outlet. Die Mitarbeiter, mittlerweile wieder im Arbeitsmodus, begrüßten alle Gäste wie Stars. Durch einen Gang der einheitlich gekleideten Damen und Herren wurde jeder Einzelne mit Applaus in das um 700 Quadratmeter vergrößerte Haus geschickt. Die beiden Fußballer standen in der 2. Halbzeit auch wieder bereit, um weitere Fotos mit sich, Bällen und anderen Accessoires machen zu lassen.