Die Freiwillige Feuerwehr Neuhaus ist mächtig stolz auf ihr neues Schmuckstück. Gleich drei Tage lang feierte sie deshalb am vergangenen Wochenende die offizielle Einweihung ihres Gerätehauses.

Insgesamt vier Jahre lang hatte der Neubau neben dem TSV-Gelände gedauert. "Da Autos und Gerätschaften immer größer werden, war im alten Haus an der Hauptstraße irgendwann nicht mehr genügend Platz", erinnert sich Kommandant Erwin Bergner. Weil der Bereich vor dem Kindergarten als Gefahrenpunkt für Kinder und Feuerwehrleute gleichermaßen galt, habe man letztlich den Neubau an einem anderen Standort bevorzugt.

Von den 240 Mitgliedern sind insgesamt 32 im aktiven Dienst

Auf 240 Quadratmeter und zwei Etagen erstreckt sich nun das neue Heim der Wehr. Während sich im Erdgeschoss die Gerätehalle, ein Gemeinschaftsraum sowie Duschräume und Toiletten befinden, sind im ersten Obergeschoss ein großer Schulungssaal, das Magazin der Feuerwehr, ein Büro und die Küche eingerichtet worden. Genügend Platz also für die Neuhauser Wehr, die aktuell rund 240 Mitglieder zählt, wovon insgesamt 32 im aktiven Dienst tätig sind.

Auf 410.000 Euro beliefen sich die Kosten für den massiven Neubau. Die notwendigen finanziellen Mittel wurden von der Gemeinde Adelsdorf zur Verfügung gestellt. "Daneben haben aber auch wir reichlich Arbeitsstunden und Material eingebracht", betont Kommandant Bergner. 40.000 Euro habe der Verein so beigesteuert. "Das ist mehr, als wir uns erhofft haben, vielen Dank dafür", verkündete Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW).

Ein langer Festzug zieht durch Neuhaus

Nach einem Ehrungsabend am Freitag und Programm für die Feuerwehrjugend am Samstagabend, standen am Sonntag dann die Höhepunkte der Feierlichkeiten an. Bereits am Vormittag zog ein langer Festzug durch den Adelsdorfer Ortsteil. Angeführt wurde er von den Adelsdorfer Musikanten. Ihnen folgten mehr als 80 Neuhauser Bürger, Kindergartenkinder, Gemeinderäte und Kameraden der benachbarten Wehren aus Adelsdorf, Aisch, Hemhofen, Röttenbach, Buch, Zeckern und Hesselberg. Am Nachmittag folgte dann die feierliche Einweihung durch Pfarrer Thomas Ringer und dessen evangelischen Kollegen Jens Arnold.

"In jedem Feuerwehrhaus finden wir den Geist von Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und Kameradschaft", lobte Ringer die Mentalität der Ehrenamtlichen. Daneben sprachen auch der Bundestagsabgeordnete Stefan Müller (CSU), Landrat Eberhard Irlinger (SPD), Bürgermeister Karsten Fischkal sowie Kreisbrandmeister Jürgen Schwab ihre Glückwünsche aus und lobten die beachtlichen Leistungen aller Neuhauser Feuerwehrler.

"Wenn es in Neuhaus etwas zu feiern gibt, dann schon gescheit", stellte nicht nur Stefan Müller fest. Mit einer Jugendquote von 50 Prozent aller Aktiven sei die Wehr zudem Spitzenreiter im Landkreis, wie Irlinger berichtete.
Vom neuen Bauwerk begeistert zeigte sich auch die 15-jährige Annette Lindner. Seit zwei Jahren ist die Neuhauserin bei der Feuerwehr aktiv und kennt das alte Haus deshalb noch gut. "Darin ging es richtig eng zu - das war teilweise schon gefährlich", so die Jugendliche. Im neuen Gebäude gebe es nun endlich genügend Platz, und auch die Atmosphäre sei seit dem Umzug im Frühjahr entspannter.

Ausgelassene Stimmung

Genauso ausgelassen war auch die Stimmung im großen Festzelt auf dem neuen Feuerwehrgelände. Hunderte Besucher schauten im Lauf des Tages vorbei und genossen das Unterhaltungsprogramm bei Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien. Die Kleinsten kamen währenddessen beim Kinderprogramm auf ihre Kosten.