In der Gemeinde Aurachtal schlummern künstlerische Talente. Aktuelle Beispiele hierfür sind José Beaudet und Veronika Walther, deren künstlerische Werke leider nur drei Tage im Sitzungssaal zu sehen sind.

In seinen Worten zur Ausstellungseröffnung merkte Bürgermeister Klaus Schumann an, dass erstmals das Rathaus für einheimische Künstler geöffnet wurde, um den beiden Künstlerinnen eine Plattform für die Präsentation ihrer Werke zu geben. Die Vernissage stieß auf großes Interesse und Bürgermeister Schumann konnte in Münchaurach auch seien beiden Amtskollegen German Hacker aus Herzogenaurach und dessen Namenskollegen Klaus Hacker aus Oberreichenbach begrüßen.


Viele kreative Menschen in der Gemeinde

"Wir haben in unserer Gemeinde viele kreative und künstlerisch begabte Mitbürgerinnen und Mitbürger, geben wir ihnen doch die Möglichkeit, hier in diesem schönen, altehrwürdigen Gebäude, ihr Arbeiten zu präsentieren", erklärte der Bürgermeister. So sei es seiner Meinung viel zu schade, in diesen schönen Räumen nur zu arbeiten und Sitzungen abzuhalten.

Die Ausstellung trägt den Titel "Stimmungen" und José Beaudet zeigt mit ihren Skulpturen Menschen, die durch Körperhaltung oder Gesichtszüge Stimmungen ausdrücken. "Ich versuche, bei allen Skulpturen etwas Lebendiges auszudrücken", sagte die Künstlerin bei der Vorstellung ihrer Werke.


Seit über zehn Jahren arbeitet Beaudet mit Ton

Die in den Niederlanden geborene Künstlerin lebte 22 Jahre in Frankreich und wohnt seit acht Jahren in der Gemeinde Aurachtal. Im Jahr 2003 begann Beaudet mit Tonarbeiten, zuerst an der Drehscheibe, dann mit Figuren. Sie besucht seit Jahren die Tonkurse der VHS Erlangen, wo nach Modellen gearbeitet wird. An der Kunstakademie in Bad Reichenhall sowie an der Sommerakademie in Hohen Aschau fertigte sie Raku-Werkstücke und arbeitet seit Jahresanfang zudem mit Wachs und Bronze. Die Künstlerin zeigte sich stolz auf ihre erste Bronzefigur, die den Titel "Die Quelle" trägt.

Die seit 35 Jahren in Münchaurach lebende Veronika Walther fängt die "Stimmungen" von Gesichtern, der Natur und von Blumen mit dem Fotoapparat ein. Ihre Liebe zur Fotografie entdeckte sie im Jahr 1977. Ihre bevorzugten Motive sind Landschaften und Pflanzen. Mit den Fotos erstellt Walther seit Jahren Kalender und Glückwunschkarten. Ihre technischen Kenntnisse eignete sie sich in verschiedenen Fotoseminaren an.


Der Spaß steht im Vordergrund

Der Spaß und die Freude am Fotografieren stehen für Veronika Walther im Vordergrund und spiegeln sich in ihren vielfältigen Bildern wider. Leider war die wirklich sehenswerte Ausstellung nur drei Tage zu sehen, denn ab sofort wird im Rathaus wieder gearbeitet und getagt.