So lange ist es noch gar nicht her, dass der Bürgermeister den Spaten in den Boden gerammt hat. Im März 2014 starteten die Bauarbeiten für die Kita Regenbogen neben der Anton-Wölker-Grundschule. Seit September 2015 wird die Einrichtung genutzt. Gut 1,5 Millionen Euro hat die Stadt investiert.

Nun muss die Stadt nachlegen und nimmt rund 660.000 Euro in die Hand. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Montag einer Umplanung und einer Erweiterung an Schule und Kita zugestimmt.

Die enorme Nachfrage mache die Maßnahme nötig, sagt Bürgermeister Gerald Brehm (JL). Es gebe Bedarf für weitere Kinderbetreuungsgruppen. Das Architekturbüro Haindl hat ein Konzept erarbeitet. Die Mischung aus Ringtausch und Neubau stellte Architekt Markus Haindl dem Stadtrat vor.

An der Westseite der Anton-Wölker-Schule wird im Obergeschoss ein Klassenzimmer und ein Nebenraum umgewidmet und der Kita angegliedert. Dafür soll an der Ostseite der Schule angebaut werden, um Platz für zwei weitere Klassenzimmer und einen Gruppenraum zu schaffen.

Der Bau sei einfach umzusetzen, so Haindl, da bei der ursprünglichen Planung der Schule schon ein Anbau - damals einer Hausmeisterwohnung - angedacht wurde. Im Herbst 2017, zum Schuljahresbeginn, soll der Umbau fertig sein.

Im Innenbereich entstünden für den Einzug der Kita in die jetzigen Schulräume nur geringe Ausbauarbeiten, sagt Brehm.


Bedarf falsch kalkuliert?

"Es ist sehr positiv, dass der Bedarf in diesem Maß da ist. Und er wird auch in Zukunft da sein", so der Bürgermeister. Ute Salzner (CSU) betont, dass es fraglos unterstützenswert sei, die Kindereinrichtungen zu fördern. Es stellten sich aber "erhebliche Fragen".

Vor drei Jahren habe man sich dazu entschlossen Kita, Hort und Krippe in diesem Umfang zu bauen. Bei 36 Krippenplätzen und nur 25 Kindergartenplätzen sei "von vornherein impliziert, dass es Probleme geben würde", so Salzner. Sie hätte sich für die jetzt anstehenden Baumaßnahmen konkretere Aussagen gewünscht, was die Kinderzahlen angeht.

Brehm betonte, man habe nicht damit gerechnet, dass die sechs Hortgruppen so schnell voll würden und gab zu: "Wir sind vom Bedarf überholt worden."


Kita auch in Höchstadt-Nord?

Die kirchlichen Einrichtungen seien ebenfalls voll. Wenn das Neubaugebiet weiter so wachse, müsse man irgendwann auch darüber nachdenken, "im nördlichen Bereich" eine Einrichtung zu schaffen. Steigende Nachfrage bei Betreuungseinrichtungen sei zwar eine Herausforderung, aber höchst begrüßenswert.

Stadtrat Georg Schockel (CSU) pflichtete dem Bürgermeister bei. Es müsse jedoch die Parkplatzsituation verbessert werden. Der Parkplatz neben den Glascontainern müsse alsbald in den Besitz der Stadt gehen und mit einer ordentlichen Beleuchtung versehen werden.

Brehm ließ verlauten, dass es hierzu bereits positive Gespräche mit den Eigentümern gegeben habe.