Die gespielten Instrumente sind selten konzertant zu hören und die Textbeiträge schlugen eine Brücke von der biblischen Botschaft über klassische Literatur bis hin zu zeitgenössischer Lyrik.

Stefan Grasse gilt in der überregionalen Kulturszene als Virtuose des Gitarrenspiels und verzauberte die Zuhörer mit seinen Darbietungen. Als Beiträge wählte er Stücke klassischer und moderner spanischer wie südamerikanischer Literatur genauso aus wie solche des europäischen Barock. Die Musik korrespondierte mit den Textbeiträgen, die Reinhard Grasse und Tanja Schwägerl zum Leiden Christi und zur Bedeutung des Passionsgeschehens in der Gegenwart vortrugen.

Zudem erklangen einige der musikalischen Beiträge als Duett des Gitarristen mit dem Marimbaphon, das von Raphael Kempken sehr leidenschaftlich, vor allem auch während seiner Solobeiträge gespielt wurde. Eine niveauvolle Stunde in St. Georg, die auf die kommenden Feiertage der Karwoche stimmungsvoll einzustimmen vermochte, wurde zu Recht mit viel Applaus bedacht.