Wo sonst Hochzeiten und andere Festlichkeiten abgehalten werden, fand vom vergangenen Freitagabend bis Sonntag ein wildromantischer Weihnachtsmarkt statt.

"Das hätte ich nicht gedacht, dass der Weihnachtsmarkt hier so schön ist!", rief ein erstaunter Besucher am Sonntagnachmittag im Schloss Hemhofen aus. Schon am Eingang bildete sich eine lange Schlange. Viele der Gäste kamen aus Fürth, Nürnberg, Forchheim und auch von weiter her. In den weihnachtlich dekorierten Nebengebäuden, wo auch allerlei Tand angeboten wurde, gab es kaum ein Durchkommen.

Am Eröffnungsabend sah es da noch ganz anders aus. Ein kalter Wind und ein paar Schneeflocken fegten über den inneren Schlosshof, kurz bevor der Weihnachtsmann in der Kutsche in den Hof einfuhr. Der Orkan namens Xaver war für einige wenige der über 50 handverlesenen Aussteller, ein Grund kurzfristig abzusagen. Im Freien hielten es auch wirklich nur die ganz Hartgesottenen aus.

Enorm viele Geschenkideen

Ganz anders im Schloss: Es war hell und festlich erleuchtet und zog trotz des Wetters viele Besucher magisch an. Innen glitzerte und funkelte es, und die Augen konnten sich nicht satt sehen an den vielen angebotenen Schätzen wie Schmuck, Lederwaren, Weihnachtsdekorationen, ausgesuchten Stoffen, Basteleien, Kunsthandwerklichem und sogar Kleidung. Wer ein besonderes Weihnachtsgeschenk suchte, wurde hier sicher fündig.
Auch wer Hunger bekam, für den wurde gesorgt. Köstliche leckere Winterschmankerln ließen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Nicht nur der gute Bio-Glühwein wärmte frierende Besucher. Andere wärmten sich draußen an gemütlichen Feuerstellen.

Nachdem der Weihnachtsmann seine Geschenke in der Scheune ausgeteilt hatte, konnten die Kinder noch die Tiere des Gutes besuchen.

Die liebenswerte Pimpernella Pumpelsack war extra von weit her gekommen, um auf Schloss Hemhofen Weihnachten mit vorzubereiten. Eigentlich wohnt sie ja in einer kleinen bemoosten Hütte im Wald. Wenn sich aber das magische Tor öffnet, dann reist sie mit ihrem Leiterwagen zu den Menschen. Auf der Landweihnacht erzählte sie den Kindern magische Geschichten von Frau Winter, den sprechenden Steinen, von Lilly Schüchtern oder Ferdinand, der Tanne. Die bezaubernden Geschichten und auch schräge Musik lockten Groß und Klein am Samstag und Sonntag in die Scheune. Ein Posaunenchor spielte vor dem Schloss weiihnachtliche Musik und auch im Schloss selbst erklangen am Samstagnachmittag stimmungsvolle Weihnachtslieder am Klavier, gespielt von Hella Commichau.

Die Hemhofener Landweihnacht ist eine wirkliche Bereicherung der Weihnachtsmärkte in der Region und sie war für die vielen Besucher sicherlich eine wunderbare Einstimmung auf das Weihnachtsfest.