Es wirkte bedrohlich am Montagabend: ein mit Phosphorsäure beladener Tanklastzug auf der Raststätte Aurach-Süd ist umstellt von Polizeibeamten und Rettungskräften. Feuerwehrler schlagen die Fenster der Führerhauskabine ein, um hineinzugelangen.

Gaffer spekulierten über den nicht zu übersehenden Einsatz; Besteht Gefahr wegen des Tankinhaltes, der mit der Gefahrennummer "80" gekennzeichnet ist - ätzender Stoff?

Auch wenn sich am Ende herausstellte, dass der Einsatz letztlich tragisch, aber eher unspektakulär war, sorgte er für Unruhe an der Raststätte. Passiert war nach Auskunft der Polizei folgendes: Über die Kriminalpolizei Merseburg erhielt die Verkehrspolizei Erlangen am Montagabend die Mitteilung, dass ein vermisster 59-jähriger Lastwagenfahrer aus Sachsen-Anhalt über sein Handy geortet wurde.


Lkw war ordnungsgemäß verschlossen



Sein letzter Standort sei die Rastanlage Aurach-Süd gewesen. Die Polizei kontrollierte dies und fand vor Ort tatsächlich den gesuchten Sattelzug. Der war ordnungsgemäß versperrt, die Vorhänge zugezogen. Die Beamten machten im Fahrzeuginneren eine leblose Person aus. Daher wurde die Feuerwehr hinzugezogen, um das Fahrzeug zu öffnen. Der gesuchte 59-Jährige lag tot im Führerhaus des Sattelzuges.

Eine herbeigerufene Ärztin führte die Leichenschau durch. Sie bescheinigte einen natürlichen Tod. Der Leichnam wurde anschließend durch ein Bestattungsunternehmen zunächst zur Rechtsmedizin gebracht. Die Ehefrau des Verstorbenen wurde über das zuständige Polizeirevier verständigt, so dass sich die Angehörigen um die weitere Abwicklung kümmern konnten. Die verständigte Halterfirma ließ den Sattelzug abschleppen, da er nicht mehr fahrbereit war. Beladen war der Sattelzug mit 23 Tonnen Phosphorsäure.