Mehr als 150 Millionen Menschen auf der Welt bräuchten eine Brille, können sich aber keine leisten. Der Verein Ein-Dollar-Brille hat eine günstige Brille entwickelt, die aus einem leichten und stabilen Federstahlrahmen besteht, in den vorgeschliffene Brillengläser eingeklickt werden. Der Erlanger Realschullehrer Martin Aufmuth entwickelte eine tragbare Optik-Werkstatt, wo die Brille vor Ort in Entwicklungsländern hergestellt und verkauft werden kann. Dazu bildet der Verein einheimische Fachkräfte aus. Die Brille gibt es in acht Ländern, unter anderem in Malawi und Burkina Faso. Rund 25.000 Menschen können dank ihr besser sehen.

Am Mittwoch hat das Projekt nun den 1. Platz bei der Preisverleihung "Gutes Beispiel" des Radiosenders Bayern 2 gewonnen. Hörfunkdirektor Martin Wagner überreichte den Preis und 7500 Euro Preisgeld am Mittwochabend. "Die Ein-Dollar-Brille hilft sehschwachen Menschen nicht nur, wieder an Bildung und Arbeitsleben teil zu nehmen, sondern schafft sogar selbst Arbeitsplätze", so Wagner bei der Preisverleihung.