"Überirdisch, das muss man erst einmal verdauen." Das waren die Worte einer Dame am Abend auf dem Weg in ihr Zimmer. Sie war, wie alle Teilnehmer der Romwallfahrt, ergriffen vom Konzert zu Ehren seiner Heiligkeit Papst em. Benedikt XVI. Anlass war das Gedenken an den Papstbesuch 2016 in seiner bayrischen Heimat vor zehn Jahren. Leider war es Papst em. Benedikt nicht möglich, selber nach Sacrofano außerhalb Roms zu kommen.

Er ließ aber seinem Sekretär, dem in Höchstadt nicht unbekannten Präfekten des Päpstlichen Hauses, S. E. Erzbischof Georg Gänswein, eine Grußbotschaft verlesen. "Ich bin in Rom, aber zwischen 18 und 19 Uhr im Geiste in Sacrofano beim Konzert."

Zu den Ehrengästen gehörte der frühere Ministerpräsident von Bayern, Günther Beckstein, der ebenfalls von seinen Eindrücken und Erlebnissen beim Papstbesuch erzählte und bis heute vom "bayrischen Papst" beeindruckt ist. Ihm zu Ehren hatte er mit Freude die Schirmherrschaft für dieses Konzert übernommen. Von der weltberühmten Geigerin Tianwa Yang, Gabril Schwabe, Violoncello, dem Passero-Ensemble der Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Karl-Heinz Liebl, der bayrischen Kammerphilharmonie sowie dem Höchstadter Gabriel Konjaev am Klavier erklangen Werke von Bruckner, Mozart, Bach, Gabriel Faurè, F. M. Bartholdy, Vivaldi und Àstor Piazolla.

Eindrucksvoll mit Einfühlungsvermögen und Engagement erklangen Werke wie das "Ave Maria" oder "Denn er hat seinen Engeln befohlen", das besonders Papst Benedikt zugedacht war, wie Georg Paszek erklärt. Begrüßt wurden die Ehrengäste mit der Bayernhymne sowie der Papsthymne, intoniert von den Wallfahrtsmusikern unter Leitung von Georg Römer. So rundete dieser Ohrenschmaus die kulturellen Informationen über die Piazza Navona, das Pantheon, den Trevi-Brunnen und die Spanische Treppe ab, die auf dem Programm der Rompilger standen.

Spät am Abend fielen die Pilger müde aber zufrieden in die Betten - denn am nächsten Tag hieß es um 6 Uhr frühstücken, da bereits um 6.45 Uhr Abfahrt zur Papstaudienz auf dem Petersplatz sein sollte.