Wie alle Jahre waren nicht nur die Lonnerstadter selbst, sondern auch viele "Ehemalige" sowie Gäste aus der nahen und weiteren Umgebung gekommen, um das zweitwichtigste Fest gleich nach der Kirchweih gemeinsam zu genießen. Essen, Trinken, Plaudern und die Gemeinschaft pflegen, das ist das Ziel dieser vor vielen Jahren ins Leben gerufenen Aktion an den sanierten alten Bierkellern, und sie fand wie immer großen Anklang.
Um Ausuferungen, wie sie bei solchen Festen in der heutigen Zeit des Öfteren auftreten, schon im Vorfeld einzudämmen, gab es in Lonnerstadt heuer erstmals einen besonderen Erlass: Das Mitbringen von Alkohol jeglicher Art war strikt verboten. Zuwiderhandlungen waren mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro bewehrt. Einen direkten Anlass für diese Maßnahme habe es zwar in Lonnerstadt nach den Worten des amtierenden Bürgermeisters Stefan Himpel (FW) eigentlich noch nicht gegeben. Gemeinsam mit den Jugendlichen des Jugendtreffs Storchennest, örtlichen Vereinsvorsitzenden und Gemeindevertretern habe man sich jedoch zu diesem Schritt entschlossen.

Vergnügen ohne Exzesse

Zum einen hofft man so, unliebsame Störungen der fröhlichen Festbesucher zu vermeiden, zum anderen würden vielleicht gerade junge Leute erkennen, dass man auch ohne Ausschweifungen vergnügt sein könne. Innerhalb eines genau umgrenzten Gebietes war also der gemeindliche Erlass gültig. Dem das Fest organisierenden TSV war das Recht übertragen, Zuwiderhandelnden den Zutritt zum Festgelände zu verwehren. "Wir hoffen, dass es was bringt", meinte TSV-Vorsitzender Rainer Haberkamm. Ein Besucher meinte dazu: "Ich finde das ganz in Ordnung. Schließlich ist es besser, als wenn man das Gelände absperrt und Securitybeauftragte kontrollieren müssen. Dann wäre das Kellerfest doch nicht mehr das Kellerfest."