Der andauernde Winter kann dem Ausbau der Würzburger Straße nichts anhaben. Bei einem Bau stellentermin ließen sich Bürgermeister German Hacker (SPD) und Thomas Nehr (Amt für Bauordnung und Verkehrswesen) von Bernd Ernst (Büro GbI beratender Ingenieure) über den Fortschritt der Arbeiten informieren.

Inzwischen wurde bereits der Hauptkanal von der Gartenstraße bis zur Einmündung des Welkenbacher Kirchweges verlegt und liegt damit voll im Zeitplan. Die Straße wurde wieder provisorisch geschlossen, die Zufahrt zu den anliegenden Anwesen, Geschäften und Arztpraxen ist damit für die nächsten Wochen erleichtert.
"Bis jetzt ging das erstaunlich schnell und alles hat hervorragend funktioniert", zeigte sich Hacker zufrieden. So trug nach Meinung des Bürgermeisters auch der provisorische Anwohner-Parkplatz am der Goethestraße zu einer Entzerrung der Parksituation und damit zu weniger Behinderungen bei. Allerdings ist die Strecke nach wie vor im Baustellenbereich nur für Anlieger mit erhöhter Vorsicht zu befahren. Eine Durchfahrt ist weiterhin nicht möglich.

In diesem Zusammenhang bedankt sich Bernd Ernst für das Verständnis der Anwohner. "Wir kommen gut miteinander aus und versuchen, den Wünschen der Anlieger Rechnung zu tragen", erklärte der leitende Ingenieur. So klappe es bei der Firma Puma bestens, "das Arrangement mit Puma ist hervorragend und wir tauschen uns immer wieder aus." Aktuell werden im Bereich des Firmengebäudes Kanalhausanschlüsse hergestellt und weitere in Richtung Westen folgen. Dass diese bis zu einer Tiefe von sechs Metern liegen, mache die Arbeiten nicht gerade einfacher. Vor allem wenn auch "Überraschungen" auftauchen, denn ab und zu tauchen Leitungen wie aus dem Nichts aus. "Wir müssen dem nachgehen und wissen, wo die herkommen oder hinführen", meinte Ernst. Der Frost spiele bei Grabungsarbeiten aber keine Rolle und es können bedenkenlos Rohre und Leitungen verlegt werden. Gefrorenes Auffüllmaterial würde erst bei den Straßenbauarbeiten zu einem Problem, denn dann könne der Boden nicht sachgerecht verdichtet werden.

Noch in den nächsten Tagen wird, beginnend an der Schürrstraße in Richtung Hauptstraße, die Wasserversorgung erneuert. Danach wird, von der Hauptstraße her, eine Fernwärmeleitung in Richtung Hans-Maier-Straße verlegt werden. Diese Leitungsverlegungen werden wieder stärkere Einschränkungen im jeweiligen Arbeitsbereich nach sich ziehen, da immer wieder Zufahrten und Einmündungen überquert werden müssen.
Es ist davon auszugehen, dass die Erneuerung der Wasserleitung etwa bis Ende April und die Verlegung der Fernwärmeleitung etwa bis Anfang Juni abgeschlossen werden können. Wenn die Arbeiten weiterhin wie geplant und ohne Verzögerungen vorangehen, kann etwa ab Mitte Mai mit dem Straßenbau (ab dem bereits hergestellten Bereich am Ende der Hauptstraße) begonnen werden, hieß es auf der Baustelle.