Eine gebrochener Bolzen, eine Hinterachse, die hin und her wackelt und dazu eine leicht entzündliche Flüssigkeit ungesichert auf der Transportfläche - die Polizei kontrollierte am Dienstagvormittag auf der A3 einen Gefahrguttransporter, der sehr leichtfertig mit dem Thema Sicherheit umging.

Wie die Polizei mitteilt, tauchte vor den Beamten auf der A3 in Richtung Würzburg ein Lieferwagen auf, der als Gefahrguttransporter ausgezeichnet war. Den Polizisten fiel schnell auf, dass der Transporter eigenartig schräg fuhr. Sie hielten den Transporter deshalb an und lotsten ihn zur nächsten Werkstatt.

Dort zeigte sich der Grund für schräge Tour: Die Hinterachse hatte sich gelöst und der Bolzen, der die Achse an den Blattfedern fixiert, war abgebrochen. Das bewirkte, dass sich die gesamte Achse verschob - je nachdem, ob der Fahrer bremste oder Gas gab.

Verschärft wurde dieser gefährliche Mangel dadurch, dass Teile der Gefahrgutladung - es handelte sich um ätzende und leicht entzündbare Lithiumverbindungen - ungesichert auf der Ladefläche umherrutschten.

Der 42-jährige Kraftfahrer durfte seine Fahrt erst fortsetzen, nachdem die Achse repariert und die Ladung ordentlich gesichert war.