Die drei Stadträte aus den Reihen der Jungen Union wollen im Rahmen der geplanten Stadt-Umland-Bahn (StUB) Informationen und Vorschläge untereinander austauschen und ihre Fraktionen enger verzahnen, heißt es in einer Pressemitteilung des Herzogenauracher Stadtrats Konrad Körner.
"Wir überlassen doch nicht drei Sozialdemokraten alleine das Feld, um die Bahn beim Kaffeekränzchen unter Genossen zu planen", sagt Körner, der auch stellvertretender Bezirksvorsitzender der Jungen Union in Mittelfranken ist, auf die drei SPD-Rathauschefs German Hacker, Thomas Jung und Ulrich Maly gemünzt. Die Bahn sei eine große Chance für die Region, berge aber natürlich wie jedes Megaprojekt auch viele Risiken, sei es in puncto finanzieller Überlastung oder Bürgerbeteiligung.

Finanzierung soll realistisch sein

"Wir wollen einen tollen Nahverkehr, der gerade für die junge Generation ein wichtiger Standortfaktor ist. Aber wir wollen natürlich auch gesunde Finanzen unserer Städte und keine Bürger, die sich von einem solchen Projekt überrumpelt fühlen", erklärt Christian Lehrmann aus Erlangen. Er selbst sei noch skeptisch, wisse aber, dass ein solches Projekt, wenn es realisiert werde, nur mit den Bürgern gehe und auch nach den Planungen noch einmal kritisch auf seine Machbarkeit hin überprüft werden müsse. Die drei Stadträte einigten sich laut Pressemitteilung bei ihrem Treffen unter anderem darauf, in den Stadträten der drei Städte darauf hinwirken zu wollen, dass die Fraktionen mit Vertretern in der Versammlung des Zweckverbandes an dessen Arbeit beteiligt werden. Dies sei momentan in der Diskussion, sollte aber dringend forciert werden. Die Zweckverbandsversammlung kontrolliert und leitet die Tätigkeiten eines Zweckverbandes, der für Planung, Bau und Betrieb der Umland-Bahn zuständig sein soll.
Eine starke Beteiligung der Stadträte sei wichtig, um auch die Akzeptanz beim Bürger und in den Fraktionen zu stärken. Bei einem solch komplizierten Projekt brauche man Experten in jeder Fraktion, die sich mit der Materie näher befassen, um es Bürgern und Fraktionskollegen näher zu bringen.