"Eine runde Sache soll es sein" sagt Susanne Körner, ökologische Fachkraft bei Kreisjugendring, über die Forscher- und Entdeckerwoche für 8- bis 15-Jährige im Jugendcamp Vestenbergsgreuth in dieser Woche. "Es ist wichtig, alle Zusammenhänge rund um das diesjährige Motto "Lebensmittel - Mittel zum Leben" zu begreifen und da setzt man am besten schon bei den Kindern an."

Mit der Ökofreizeit vom 2. bis 6.April bietet der Kreisjugendring heuer 31 jungen Leuten die Möglichkeit, sich diese Kenntnisse zu verschaffen. Fünf ehrenamtlich tätige Jugendliche unterstützen die gelernte Agraringenieurin Körner, Erzieherin Barbara Moritz-Anders, Vorstandsvorsitzende Jessica Braun und Hauswirtschaftsleiterin Heidi Haas bei dem umfangreichen Programm, das in dieser Woche geboten wird.

Angesprochen werden auf dem Rundumpaket mit Essen und Übernachtung, Ausflug in einen Klettergarten, Nachtwanderung, Workshops und noch manchem mehr, nicht nur die Herkunft von Nahrungsmitteln oder deren Verarbeitung. Schon als Einstieg wurde über den ökologischen Fußabdruck geredet, den jede Nahrungsproduktion weltweit hinterlässt. Die Kinder waren erstaunt zu erfahren, dass die Erde nicht ausreichte, würden alle Menschen so leben wie etwa die in ihrem Heimatland Deutschland, und dass der entsprechende Wohlstand nur deshalb möglich ist, weil es anderen schlechter geht.


Lehrstoff zum Anfassen



Wichtig ist den Fachkräften bei der Vermittlung der Zusammenhänge, Erklärungen bezogen auf das Lebensumfeld der Kinder zu geben. Auch soll nicht trockener Lehrstoff vermittelt werden. Anfassen, selber machen und so eine unmittelbare Beziehung zum "täglichen Brot" entwickeln, das ist eines der Hauptziele, die mit vielen Anregungen verfolgt werden.

Dass diese Art der Wissensvermittlung, verbunden mit Spaß und Freizeitvergnügen, ankommt, zeigen die Wartelisten, die bei der Anmeldung alle Jahre auflaufen. Gut ein Drittel der Kinder ist schon seit mehreren Jahren regelmäßig dabei, oft sind auch gleich Geschwister angemeldet.

Früher galt bei der Anmeldung die Schnelligkeit - wer zuerst kam, kam zum Zug. Heuer ist man von diesem Modus abgegangen, um eventuelle Ungerechtigkeiten zu vermeiden. Nach dem Stichtag wurden die vorhandenen Plätze ausgelost.

Ganz kostenlos ist eine solche Woche natürlich nicht zu haben. 110 Euro waren als Beitrag für die Rundumbetreuung zu entrichten. Dafür gab es die Unterkunft in Vier- bis Fünfbettzimmern im Jugendcamp, vollwertige Verpflegung, die Betreuung durch die Mitarbeiter und natürlich das volle Programm. Ob Kochen mit Solarofen oder Sitzen am abendlichen Lagerfeuer - die Jugendlichen waren begeistert.