Drei Jugendlichen und dem schnellen Einsatz der Feuerwehr ist es womöglich zu verdanken, dass eine Familie im Aurachtaler Ortsteil Falkendorf noch ein Dach über dem Kopf hat. "Das war knapp, vielleicht noch fünf Minuten und wir hätten das Feuer im Haus gehabt", meinte Kreisbrandinspektor Norbert Rauch.

Auch der Herzogenauracher Kommandant Matthias Rocca äußerte sich ähnlich, "das hätte im Nu einen Vollbrand gegeben, da zahlt es sich eben aus, wenn eine schnelle Ortswehr zur Verfügung steht."


Rauch gesehen

Die drei Jugendlichen waren am Silvesterabend gegen 22 Uhr zu Fuß entlang der Staatsstraße unterwegs, rochen und sahen Rauch und gingen aber nicht einfach weiter. Da der Garten des Wohnhauses von der Straße schlecht einsehbar ist, liefen die drei jungen Leute über einen Fußweg hangaufwärts, um nachzusehen, was Auslöser für den Brand war. Als sie das Feuer sahen, rannte der männliche Begleiter der beiden Mädchen zum Feuerwehrgerätehaus und die beiden Mädchen wählten die Notrufnummer 112.

Dass die Feuerwehr blitzschnell ausrücken konnte, war auch dem Umstand zu verdanken, dass die Feuerwehrleute im Gerätehaus eine Party organisiert hatten. Von der Leitstelle wurden auch die Feuerwehren Münchaurach und Herzogenaurach alarmiert.


Suche nach Glutnestern

Die Jalousie eines raumhohen Fensters war verbrannt und die Scheiben bereits geplatzt. Die Feuerwehrleute entdeckten unter dem bereits verbrannten Pavillon auch noch einen Heizpilz mit einer Propangasflasche. Der an der Hausseite verlegte Holzboden der Terrasse wurde nach den Löscharbeiten mit einer Motorsäge aufgeschnitten, um weitere Glutnester auszuschließen.

Die Bewohner des Wohnhauses waren zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Hause und die Polizeibeamten versuchten den Aufenthaltsort herauszufinden. Was letztendlich der Auslöser des Brandes auf der Terrasse war, sowie die Schadenshöhe, muss noch ermittelt werden. Die Feuerwehr tippte auf einen verirrten Feuerwerkskörper.