Sie waren jahrzehntelang im Stadtrat aktiv und haben ihren Teil zur erfolgreichen Entwicklung der Stadt beigetragen: Johann Cach, Robert Mirschberger und Ulrich Wustmann. In dieser alphabetischen Reihenfolge verlieh ihnen in der Weihnachtssitzung des Stadtrats Bürgermeister Gerald Brehm (JL) die Ehrenmedaille der Stadt Höchstadt.

"Überall bekannt wie ein bunter Hund", ist laut Brehm Johann Cach. Er saß von 1988 bis 2014 für den ÜBB im Stadtrat, war eine Periode Dritter Bürgermeister und auch Kreisrat. 27 Jahre gehörte er dem Schaeffler-Betriebsrat an, war bei der IG-Metall und beim DGB aktiv. Brehm attestierte Cach "eine hohe Präsenz in der Bürgerschaft". Die Kundgebung am 1. Mai auf dem Marktplatz sei für ihn Pflicht gewesen.

Das Ehrenamt stets sehr hoch angesiedelt hat für den Bürgermeister auch Robert Mirschberger (CSU), der zusammen mit Brehm 1990 erstmals in den Stadtrat einzog. Eine Periode war er Zweiter und eine weitere Dritter Bürgermeister - erstmals durch Losentscheid. Besonders habe er sich für die Ortsteile Medbach und Etzelskirchen eingesetzt "und die Dinge kollegial gelöst", sagte Brehm. Im Kreistag habe man zusammengehalten, wenn es um die Belange der Region Höchstadt ging. 14 Jahre war Mirschberger Vorsitzender der Feuerwehr Medbach-Kieferndorf und zehn Jahre habe er als CSU-Ortsvorsitzender "den Aufwärtstrend der Partei mitgetragen".

Mit Ulrich Wustmann habe Brehm Meinungen "in besonderer Form" ausgetauscht. 20 Jahre lang habe Wustmann durch sein Wirken den Stadtrat bereichert, richtungsweisende Dinge und seine guten Verbindungen zur Politik eingebracht. 20 Jahre gehörte er auch dem Kreistag an, war je eine Periode Dritter Landrat und CSU-Fraktionssprecher. Auf Kreisebene lobte Brehm Wustmanns Einsatz für das Kreiskrankenhaus und die Schulen in Höchstadt.

In ganz Bayern kenne man Wustmann aber auch als "Mister Lebenshilfe". Seit 1994 ist er ehrenamtlicher Vorsitzender der Lebenshilfe Herzogenaurach.