Sowohl ein Feuerwerk der Glückwünsche als auch in echter Pyrotechnik gab es für den Vereinsvorsitzenden Friedrich (Friedel) Beck und die Erste Wanderwartin Ruth Kuhn, die beide seit 30 Jahren in führenden Positionen den Verein leiten und gestalten. Mit rund 260 Mitgliedern gehören die Wanderfreunde zu einem der großen Vereine im Dorf.
"Nachwuchssorgen scheint ihr nicht zu haben", diagnostiziert der stellvertretende Bürgermeister Lothar Saulich (SPD) zum Auftakt seiner Grußworte sehr erfreut. Rund 60 Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung am Samstagabend in die Kaminbar gekommen. "Die Anzahl und das Alter der Gäste spricht dafür, dass der Verein in einem guten Zustand ist", lobte Saulich. "Friedel Beck und Ruth Kuhn gilt mein großer Respekt. Innerlich ziehe ich meinen Hut vor Ihnen", würdigte der stellvertretende Bürgermeister den umfassenden Einsatz der beiden.
Die Zweite Wanderwartin Edith Repky hatte sich im Vorfeld der Ehrungen einige Gedanken für ein gebührendes Dankeschön an das "Team 30 plus" gemacht und kam zu dem Ergebnis, dass alle Wanderfreunde etwas beitragen sollen. So kam neben einem Korb voller Geschenke ein einmaliger Ordner der Glückwünsche, Erinnerungen und persönlicher Gestaltungen für Ruth Kuhn heraus.
Für Friedel Beck gab es eine kurze Vita, wobei Repky besonders hervor hob: "Mit 23 Jahren wurde unser Friedel das erste Mal zum Vorsitzenden gewählt und seitdem weitere 15 Mal. Bedenkt auch, dass er zuvor bereits als kommissarischer Vorsitzender den Verein leitete." Die schmunzelnden Wiedererkennungsreflexe in einer Schau der zeitgenössischen Bilder belegten die Worte der Laudatorin durch die anwesenden Wanderfreunde. Erinnerungen wurden bei den Zuschauern wach und so manche Anekdote wurde zum Besten gegeben. Am Ende gab es rhythmische Ovationen für Beck. Bescheiden, aber energisch winkte er ab: "Halt! Reicht!" Seine Gefährten wissen ganz genau, was sie an ihm haben. Ebenso wissen sie um die Rolle seiner Frau, die ihn voll und ganz unterstützt.
"Wirklich erstaunlich, dass ein so junger Mensch mit so viel Beständigkeit und Weitblick einen so großen Verein führen und aufbauen kann", rühmte auch Betty Berdami, die Bezirksvorsitzende Franken, die wiederum 98 Wandervereine in ihrer Organisation zusammenhält. Sie weiß nicht nur auf dem Papier, dass die Wanderfreunde aktiv sind: "Woche für Woche sehe ich viele Röttenbacher Gesichter, die bei unseren Wanderungen dabei sind." Gerne versprach sie, den Wanderfreunden bei der Durchführung der Internationalen Volkswandertage (IVV) am 5. Und 6. Oktober 2013 hilfreich zur Hand zu gehen. Die IVV stellen in diesem Jahr auch ein Vereinsjübiläum dar. Bereits zum 35. Mal werden sie durchgeführt und glänzen heuer mit einem Jubiläums-Marathon sowie dem 17. DVV-Junior-Wandertag.

Untertage wandern

Aus dem Bericht der Wanderwartin hörte die Jahreshauptversammlung, dass im Jahre 2012 insgesamt 90 Wandervereine besucht wurden und man insgesamt mit 2025 Teilnehmern unterwegs war.
"Mit dem Erlebnis Bergwerk Merkers eröffnet die K+S Gruppe den Besuchern die außergewöhnliche Möglichkeit, viele hundert Meter unter der Tagesoberfläche vor Ort selbst zu erleben, was es heißt, ein Bergmann zu sein", wirbt die Stadtverwaltung von Schmalkalden. Und die Röttenbacher Wanderfreunde haben sich das vorgenommen. Die erst im November 2012 vom Deutschen Volkssportverband (DVV) Wandern anerkannte Untertagewanderung ist die erste ihrer Art und verläuft in Tiefen von 500 bis 800 Metern. Erste Teilnehmer haben sich bereits angemeldet.
Genauso akribisch kümmern sie sich um die Instandhaltung der hiesigen Wanderwege. Das Wandern stellt für sie eine Sportart in der Gemeinschaft mit viel Spaß, Balsam für die Seele und Gesundheitspflege dar, gemäß ihrem Leitspruch: "Gott zum Gruß, gut zu Fuß".