Die Vertreter der Nachbarwehren und der Patenvereine - Rottendorf ist mit 15 Personen vertreten - und natürlich Kesselfleischliebhaber aus den umliegenden Gemeinden findet man unter den vielen Gästen.

Schon früh am Morgen machten sich die "Feuerwehrmetzger" Harald Kraus, Gerald Klotz und Dominik Müller mit ihrem "Lehrling" Kommandant Jürgen Hörrlein ans Werk. Der Kesselmeister Georg Geier schürte den Kessel bereits um 5.30 Uhr an und dann stehen ab 9.30 Uhr die ersten Hungrigen schon vor der Ausgabe, um sich eine leckere Portion Kesselfleisch abzuholen und es dann zu Hause oder gleich in der zur Gaststube umfunktionierten Fahrzeughalle genüsslich zu verspeisen.

"Da ist nix zu fett! Ordentlich eingeweicht in ein gutes Lagerbier rutscht's dann auch noch besser und dann passt's scho!", findet Wolfgang Mößlein, geschäftsleitender Beamter der Gemeinde Adelsdorf. Er und seine Frau lassen sich diesen Festschmaus nie entgehen.

Der 22-jährige Dominik Müller ist der jüngste der Metzger. Auch er ist schon seit dem frühen Morgen auf den Beinen. Mit elf Jahren ist er zur Feuerwehr gekommen. "Mir gefiel von Anfang an die Jugendarbeit, die Kameradschaft und natürlich auch, dass ich helfen kann.", schwärmt er. "Heute helfe ich mal anders und das macht besonders viel Spaß!"
"Das Kesselfleischessen gibt es seit 2007", erklärt der Vorstand der Feuerwehr Hans Mönius. Sein Sohn Matthias hatte zusammen mit Rainer Hubert und Helmut Münch in der Silvesternacht 2006/2007 diese tolle Idee.

"Kesselfleisch ist was Leckeres!", schwärmt der junge Feuerwehrmann Matthias. "Und außerdem hat so was damals in Adelsdorf noch gefehlt.", fügt Helmut Münch an. In der gleichen Nacht fanden sich dann spontan sechs bis sieben Sponsoren, die jeweils zehn Schweinsköpfe und Schweinsbäuche sponserten", erinnert sich Rainer Hubert. Jetzt brauchen die FFW'ler keine Sponsoren mehr. Das Fest wurde so gut angenommen, dass immer was übrig bleibt. "Von dem Reinerlös gibt's was für die Aktivenmannschaft wie T-Shirts oder Pullover.", verrät Vorstand Hans Mönius. "Der Termin Anfang Januar passt ganz gut, denn es sind noch Ferien und viele Leute sind schon aus dem Urlaub zurück. Außerdem isst man Kesselfleisch besser in der kälteren Jahreszeit.", fügt er noch an.

Wenn die 60 Köpfe, etwa 200 Portionen aus den mittlerweile fünf Kesseln aus sind - und das war bereits kurz nach zehn Uhr der Fall - gibt es noch 136 Blutwürste und 120 Leberwürste mit Kraut. "So natürlich wie diese Würste kann man sonst nicht essen. Da sind keine Konservierungsstoffe drin", schwärmt Christiane Hubert, die gerade eine selbst gebackene Torte vorbei bringt. Das ist nämlich die Arbeit der Feuerwehrsgattinnen an diesem Tag.

Kurz nach zwölf Uhr ist alles weggeputzt und dann sitzen die Organisatoren etwas erschöpft, aber sehr zufrieden zusammen. "Schön war's wie immer", beteuern alle und heben ihren Maßkrug. "Prost! Auf ein gutes Jahr 2013! Hoffentlich wird es ein Jahr mit überschaubaren, nicht zu dramatischen Einsätzen", so Kommandant Jürgen Hörrlein.