Noch in diesem Jahr wird die Höchstadter Innenstadt ein neues Gesicht bekommen. Einige Ecken in der Innenstadt, die seit Jahren auf der Agenda stehen, sollen jetzt angegangen werden. In seiner Sitzung am Montagabend segnete der Stadtrat die ersten Sanierungsmaßnahmen ab und stellte für den Rest schon mal die Weichen.

Start ist mit dem Neubau des Parkplatzes am Vogelseck. Im Juni sollen hier die Bauarbeiten anlaufen. Über die vom Ingenieurbüro Valentin Maier präsentierte Planung waren sich die Räte in der Sitzung schnell einig. 23 Parkplätze werden laut Georg Schreiber, Leiter von Maiers Tiefbauabteilung, am Vogelseck angelegt. Sie sind jeweils 2,50 Meter breit.

Der Platz wird mit Großpflaster gestaltet und mit vier Bäumen aufgelockert. Die Parkplätze sind quer zur sechs Meter breiten Fahrgasse angeordnet. Nur entlang der Tiefgaragenzufahrt an der Westseite wird es Längsparkplätze geben, erklärte Planer Schreiber. Der Belag des Parkplatzes wird sich auf einer Ebene in die Steinwegstraße hinein bis zur Kreuzung Vogelseck fortsetzen.

Georg Schreiber musste eingestehen, dass durch den Parkplatzausbau gegenüber der aktuellen wilden Parkerei wohl einige Stellflächen wegfallen. Dafür bleiben aber die beiden Parkplätze vor dem Biomarkt erhalten. Einer davon soll Behindertenparkplatz werden, der kleine Grünstreifen wegfallen. "Der ist nur ein Hindernis", meinte Günter Schulz (SPD).

Bürgermeister Gerald Brehm (JL) sieht die Umgestaltung dieses kurzen Teilstücks der Steinwegstraße als Test für die gesamte Straße.

Neben dem Parkplatz Vogelseck wird auch gleich die Ringstraße erneuert und bekommt eine durchgehende Asphaltdecke. Für beide Maßnahmen steht bereits die Ausbauplanung. Der Rat stimmte zu, die Arbeiten jetzt auszuschreiben. Für alle Sanierungsmaßnahmen in der Innenstadt erwartet die Stadt 60 Prozent Zuschüsse.

Feinabstimmung nötig
Noch nicht ganz soweit sind die Pläne für die Hauptstraßen-Erneuerung im Bereich zwischen Marktplatz und Vogelseck. Hier steht noch Feinabstimmung an. Die Grobplanung für die künftige verkehrsberuhigte Zone wurde mit den betroffenen Anliegern bereits besprochen. Brehm geht von einem Baubeginn Mitte/Ende August aus. Fertig werden soll die Hauptstraße dann im Frühjahr 2016.

Im Zuge der Hauptstraßen-Sanierung soll auch die Grünanlage am Graben neu gestaltet werden. Der Platz wird über die Fahrbahn ausgeweitet und soll die Linie der Straße brechen. Mit Wasserspielen und Spielgeräten möchten die Planer die Aufenthaltsfunktion dort stärken.

Besonderes Augenmerk wird auf Gehbehinderte, die mit Rollatoren oder Rollstühlen unterwegs sind, gelegt. Entlang der Hauptstraße bis zum Altenheim St. Anna ist ein Streifen mit behindertengerechtem Belag geplant.

Einzelne Geschäfte sollen die Möglichkeit bekommen, auch den Fahrbahnbereich zu nutzen. An dem übten die SPD-Räte Andreas Hänjes und Günter Schulz allerdings heftige Kritik. Nach den vorgelegten Plänen erscheint er ihnen "kerzengerade" und entspreche damit nicht dem Charakter eines verkehrsberuhigten Bereichs. Franz Rabl (CSU) machte den Vorschlag, einige der an der Ostseite der Hauptstraße geplanten Parkplätze versetzt auf die Westseite zu verlegen. Damit würden den Verkehrsfluss bremsende Hindernisse entstehen.

Diskutiert wurde auch über die Ausweisung spezieller Parkmöglichkeiten nur zum Be- und Entladen. Generell ist die Umgestaltung der Hauptstraße im Rat unumstritten, über die Planung im Detail will man sich aber noch intensiv Gedanken machen.