In einem Podiumsgespräch beleuchteten Franz Beckenbauer und Herbert Hainer mit der BR-Moderatorin Ursula Heller das Zusammenspiel von Sport und Wirtschaft.
Unter der Führung von Hainer hat die Adidas-Gruppe eine brillante Geschäftsentwicklung genommen. Weltweit beschäftigt das Herzogenauracher Unternehmen über 46 000 Mitarbeiter, davon rund 3600 in Herzogenaurach. Unaufhaltsam sei unter Hainer Adidas gewachsen bis hin zum heutigen Dax-Unternehmen, dessen Geschicke Hainer bereits seit 2001 als Vorstandsvorsitzender führt. Mit insgesamt 110 Tochtergesellschaften erwirtschaftete Adidas im vergangenen Jahr 14,9 Milliarden Euro Umsatz. Es gibt zwar dienstältere Vorstandschefs im Börsenoberhaus, allerdings sind deren Unternehmen nicht seit neun Jahren im Dax notiert.
IHK-Präsident Dirk von Vopelius stellte in seiner Laudatio den wirtschaftlichen Erfolg des Herzogenauracher Unternehmens in den Mittelpunkt sowie die Orientierung am Leitbild des ehrbaren Kaufmanns. "Ehrlichkeit und Geradlinigkeit sind Werte, die Herbert Hainer vertritt", erklärte der IHK-Präsident und fühlt sich damit nicht nur Adidas verbunden, sondern auch dem Stammsitz.
Stolz zeigten sich auch die Vertreter des IHK-Gremiums aus Herzogenaurach, Vorsitzender Oliver Brehm und Jutta Rost sowie Bernhard Schwab. "Die klare Ansage von Herbert Hainer zum Festhalten am Standort Herzogenaurach, haben wir natürlich mit Freude registriert", meinte Bernhard Schwab am Ende der Feierstunde.
In einem weiteren Programmpunkt des IHK-Jahresempfangs ging es um die Kulturförderung: Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der IHK-Kulturstiftung überreichte Dirk von Vopelius, Vorsitzender des Stiftungsrats, eine Förderspende für das Projekt "Zukunftsmusiker" an den Präsidenten der staatlichen Hochschule für Musik Nürnberg, Professor Martin Ullrich.
Herbert Hainer wurde 1954 als Sohn eines Metzgers in Dingolfing geboren - am Tag vor dem Fußball-WM-Finale Deutschland - Ungarn. Nach dem Studium startete der Betriebswirt 1979 als Verkaufsmanager beim Konsumgüterkonzern Procter & Gamble. 1987 wechselte er zu Adidas, wo er zehn Jahre später in den Vorstand einzog. Im Jahr 2000 wurde er Stellvertreter von Vorstandschef Robert-Louis Dreyfus. Im März 2001 rückte Hainer an die Konzernspitze. Kurz darauf erwarb Adidas einen Anteil von zehn Prozent am FC Bayern. Den Sitz im Aufsichtsrat nahm Hainer selbst ein.