Die Schüler des Technikkurses am Höchstadter Gymnasium erhielten vom Erlanger Förderkreis Ingenieurstudium die Einladung dazu, weil ihre Mitschüler Julian Schmidt und Florian Ziegler bei dem Schülerwettbewerb Vision-ing21 2014 den ersten Preis in ihrer Altersgruppe erzielt haben.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) engagiert sich an seinen Standorten im Norden und Süden der Republik mit einer speziellen pädagogischen Einrichtung, "school_lab" genannt, um engagierten Schülern einen Einblick in die Forschungstätigkeit und in verschiedene Ingenieurberufe zu geben. Dabei konnten die Schüler unter Anleitung von Studenten der Münchner Hochschulen mit teilweise sehr teuren Geräten experimentieren. Lernen durch Erproben und "Be-greifen" steht hier im Mittelpunkt. Während eine Gruppe mit einem hochgenauen Leica-Laser die Arbeitstechnik beim Tunnelbohren im Gotthard-Massiv oder Thüringer Wald sehr praxisnah simulierte - man traf die entgegenkommende Bohrmaschine im "Keller-Tunnel" punktgenau -, beschäftigten sich die anderen Gruppen mit Satellitennavigation und Umweltfernerkundung.
Neben den Forschungseinrichtungen in dem DLR-Wissenschaftszentrum befindet sich in Oberpfaffenhofen zusammen mit Moskau und Houston die Kontrollstation für die ISS und insbesondere für das Columbus-Modul der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA). Direktor Dieter Hausmann führte die Höchstadter durch das Satelliten-Kontrollzentrum und erklärte anhand des riesigen Arbeitsplans der ISS-Mannschaft den Arbeitsablauf. Da es noch sehr früh auf der ISS in 400 km Höhe über dem Pazifik war, konnte die neue ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti (Italien), die den gerade gelandeten Alexander Gerst (Deutschland) ersetzte, noch nicht bei der Arbeit beobachtet werden.