Nein, es gehe nicht darum, das Eisstadion "oberligatauglich" zu machen, betonte Bürgermeister Gerald Brehm (JL) in der Sitzung des Bauausschusses. An vorderster Stelle stünden das Sicherheitskonzept, Fluchtwege und der Brandschutz.
Wenngleich - und das würde wohl jeder Bauherr so halten - bei der Planung einer Renovierung ein Gesamtkonzept gesehen und Nägel mit Köpfen gemacht werden sollten. Denn letztendlich hat die Eishalle gut 40 Jahre auf dem Buckel. Ursprünglich war sie überhaupt nicht für den professionellen Eissport ausgelegt, denn diesen gab es damals noch gar nicht in Höchstadt, sondern lediglich als Halle für den Freizeitsport.
Nun gilt es, für die Renovierung ein Gesamtpaket zu schnüren, das nach Schätzung des Stadtoberhaupts durchaus 1,5 bis 2 Millionen Euro verschlingen kann. Nach einiger Diskussion segneten die Mitglieder des Bauausschusses diese Planung auch einstimmig ab.
"Ein zentraler Punkt" der Sanierung ist laut Brehm die komplette Erneuerung des Sanitärbereichs. Noch in der Erstausstattung vorhanden, dürfte an der Notwendigkeit keinerlei Zweifel bestehen. Dass jedwede Neuplanung heute behindertengerecht für Rollstuhlfahrer ausgelegt sein müsse, sollte ebenso selbstverständlich sein, bemerkte in der Sitzung Axel Rogner (JL), Verwaltungsratsvorsitzender des HEC. Die "Alligators", zusammen mit dem Eis- und Schwimmsport-Club (ESC) und den Schulen die Hauptnutzer des Eisstadions, spielen ab September in der Oberliga.
Eine neue Sitzplatztribüne hatte Rogner bereits in der Mitgliederversammlung angekündigt und mit 38 000 Euro veranschlagt. Die Stadt werde sich wohl an den Kosten beteiligen, da die Tribüne dauerhaft ins Eigentum der Stadt übergehe, erklärte Bürgermeister Brehm auf Nachfrage.
Die Verhandlungen hinsichtlich Zeitplan und Finanzierung der Arbeiten seien mit beiden Vereinen "im besten Einvernehmen" verlaufen, berichtet Brehm. Die umfassende Renovierung werde "nach der Saison", also im Frühjahr 2017 in Angriff genommen. Im Rahmen der Sanierung sollen auch der Eingangs- und der Kioskbereich neu gestaltet werden.


Kostenverteilung kein Thema

"Wer was zu bezahlen hat", sei heute nicht Thema der Abstimmung, antwortete Brehm auf die Fragen, die Andreas Hänjes in der Sitzung aufwarf. Der SPD-Stadtrat hatte nachgehakt, "welche Kosten die Oberligatauglichkeit der Eishalle verursacht".
Als weiteren Schritt müsse auch der Unterboden der Eishalle in den Blick genommen werden, sagte Brehm im Gespräch mit dem FT. Der Untergrund sei "in die Jahre gekommen", derzeit aber noch nicht im Sanierungskonzept enthalten. Die Banden sind nach Aussage des Stadtchefs derzeit "nicht oberligatauglich". Es gebe jedoch ein Arrangement mit dem Verband, dass sie noch einige Zeit toleriert würden. Auf Dauer müsste sie jedoch erneuert werden.