Die Anteilnahme der Menschen ist groß, angesichts des schweren Motorradunfalls, der sich am Montagnachmittag auf der B470 ereignet hat. Ein Motorradfahrer kollidierte mit einem Lkw, als dieser von der Autobahnausfahrt Höchstadt-Ost abfuhr und nach links in Richtung Adelsdorf abbog. Der 40-jährige Motorradfahrer aus dem Kreis Forchheim, der in Richtung Höchstadt unterwegs war, starb noch an der Unfallstelle. Die Straße war stundenlang gesperrt.


Diskussion über die Ausfahrt

Nachdem die Nachricht auf der Facebookseite des FT Höchstadtveröffentlicht wurde, meldeten sich viele Menschen und drückten ihr Mitgefühl aus. Es entstand auch eine Diskussion über die Unfallstelle. "Diese Ausfahrt ist so gefährlich, da gehört eigentlich eine Ampel oder ein Kreisverkehr hin", schreibt eine Userin.

"Das ist eine ganz beschi....ene Ausfahrt, da kann man noch so viel schauen, bis du mit einem großen Fahrzeug (Lkw/Bus) rausfährst, ist schon wieder ein Fahrzeug da", schreibt eine andere Frau, die Omnisbusfahrerin ist.
Anlass für die Debatte über die A3-Ausfahrt aus Richtung Erlangen kommend ist, dass laut Polizei der Lkw-Fahrer angegeben hat, seine Sicht sei vom Autobahnschild versperrt gewesen. Auf Anfrage teilt die Autobahndirektion Nordbayern mit: "Das Schild hat eine Größe von 3,5 Meter auf 0,75 Meter und wird in der Regel mit einer Aufstellhöhe von Unterkante Schild von 2,5 Metern aufgestellt."

Gäbe es die Möglichkeit, das Schild kleiner, niedriger oder an einer anderen Stelle anzubringen? Die Autobahndirektion verweist auf die Richtlinien, räumt aber ein: "Eine höhere Aufstellung ist möglich, jedoch immer im Einzelfall zu prüfen." Der Pfeilwegweiser werde grundsätzlich in der Dreiecksinsel aufgestellt, da immer vor dem Schild abgebogen werden muss. Eine Aufstellung außerhalb der Dreiecksinsel sei nicht sinnvoll, da dies zu Geisterfahrten führen könne.


Eine weitere Ampel?

"Wir überprüfen, wie auch die Autobahndirektion, dass die Position der Schilder den Vorschriften entspricht", sagt Jürgen Schmeißer, Polizeichef von Höchstadt. Eine Ampel an der Ausfahrt, an der der Unfall passierte, wie von der Leserin vorgeschlagen, hält Schmeißer für keine praktikable Lösung. An der Kreuzung Autobahnausfahrt/Gewerbegebiet Gremsdorf/B470 gebe es bereits eine "bestmöglich geschaltene" Ampel.

Im Geradeausverkehr auf der B470 würde sich der Verkehr mit einer zusätzlichen Ampel zu sehr aufstauen, so Schmeißer. Zur Frage, ob der Motorradfahrer zu schnell unterwegs war, könne er keine Auskunft geben. Das müsse ein Sachverständiger klären.


Es gibt kein Stoppschild

An der Stelle, an der der Lkw abbog, gibt es kein Stoppschild, sondern lediglich ein Vorfahrt-Achten-Schild. Nach Polizeiangaben hat der Fahrer angehalten, bevor er abbog. Das habe die Auswertung des digitalen Kontrollgeräts des Lkw ergeben. Was eine Ampel oder einen Kreisverkehr an der vielbefahrenen Straße betrifft, teilt die Autobahndirektion mit: "Ein Umbau im Bereich der Anschlussstelle oder die Aufstellung einer Lichtsignalanlage wäre denkbar, wenn es sich um eine Unfallhäufungsstelle handelt." Dies müsse in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt erfolgen, da es sich um den "Schnittpunkt der Zuständigkeiten" der Autobahndirektion mit dem Bauamt handle.