Was sich in der ersten Notrufmeldung als einer der schlimmsten Unfälle, die sich auf einer Autobahn ereignen können, darstellte, konnte kurze Zeit durch eine Streife schnell klargestellt werden. Das berichtet die Polizei.

Ein Hobbypilot steuerte vom nahe gelegenen Flugplatz Gremsdorf im Kreis Erlangen-Höchstadt aus sein Modellflugzeug. Dabei handelte es sich um ein funkgesteuertes Fluggerät mit einem Gewicht von 5,5 Kilogramm und einer Reichweite von ca. 1000 Meter.

Aus bislang unbekannten Gründen verlor der Pilot die Kontrolle über sein Fluggerät, so dass es unkontrolliert in Richtung Autobahn flog. Glücklicherweise stürzte es genau in die Mitte der Autobahn, zwischen die beiden Mittelschutzplanken. Dort zerschellte es in viele Einzelteile.


Die Verkehrsteilnehmer erschraken


Einige Auto- und Lkw-Fahrer erschraken zwar, jedoch wurden keine Fahrzeuge getroffen und es ereigneten sich auch keine Unfälle in Folge des Absturzes.

Die Polizisten mussten lediglich für wenige Minuten die Autobahn in Fahrtrichtung Frankfurt sperren, damit der Unglückspilot gefahrlos die Autobahn überqueren und so die Überreste seines Modellflugzeugs zwischen den Mittelschutzplanken zusammensuchen konnte.

Ob die ab Oktober diesen Jahres nachzuweisende Pilotenlizenz für Flugmodelle ab zwei Kilogramm diesen Unfall vermieden hätte, wird wohl für immer reine Spekulation bleiben.