Am Wochenende konnten sich die Besucher aus nah und fern davon überzeugen, was mit der Fotografie alles möglich ist. Im Kunstraum der Stadt Herzogenaurach waren die Bilder der Teilnehmer an der Bezirksfotoschau des Deutschen Verbandes für Fotografie, kurz DVF, ausgestellt. Unter den Preisträgern sind auch drei Fotografen des Fotoclubs Herzogenaurach, der Ausrichter dieser Bezirksschau war.

Jan Hendrik Bier gewinnt mit dem "Zahn der Zeit"

Für sein Bild "Kette", gab es für Eberhard Scholten eine Medaille, was einem ersten Platz entspricht. Urkunden, sprich zweite Plätze, gab es für Jürgen Büttner und sein Bild "Alte Treppe" sowie für Jan Hendrik Bier bei der Jugend bis 16 Jahren mit dem Bild "Zahn der Zeit". Bier brachte es auf den Nenner. "Den Augenblick im Bild festzuhalten, das fasziniert mich am meisten an der Fotografie."

Bier kam durch seinen Vater zur Fotografie. "Ich war meistens dabei, wenn mein Vater mit dem Fotoapparat unterwegs war, und bekam 2009 meinen ersten Foto." Seit 2010 ist Bier im Fotoclub Herzogenaurach engagiert und hatte mit seinen Fotos bereits einige Erfolge bei Ausstellungen.

Der ganze Verein erzielt beachtliche Ergebnisse

Nicht nur die einzelnen Mitglieder des Fotoclubs Herzogenaurach waren erfolgreich. In der Vereinswertung belegten die Herzogenauracher bei acht teilnehmenden Vereinen den zweiten Platz hinter dem Nürnberger Fotoclub.

Im Zeitalter der digitalen Fotografie sind die Verkaufszahlen weiterhin steigend. Die meisten Besitzer eines Fotoapparates sind aber nur sogenannte "Knipser". Nur die wenigsten beschäftigen sich intensiv mit ihrem Arbeitsgerät und sind auch in Vereinen engagiert. Spezielle Vereine für Liebhaber der Fotografie gibt es in Mittelfranken viele. Acht davon, sowie deren Mitglieder, haben sich an der Bezirksfotoschau beteiligt.

Der Jury lagen insgesamt 370 Fotos vor, die es galt zu bewerten. Stolz war der DVF-Bezirksleiter Friedrich Stucke vor allem auf die Jugend. Waren es doch in der Altersklasse bis 16 vier und in der Altersklasse bis 21 Jahren drei Teilnehmer, die zusammen 35 Fotos eingereicht hatten.

Fortschritt der Technik erweitert die Möglichkeiten

Mit dem Fortschritt der Technik wurde auch der Anspruch ans Ergebnis immer größer. Waren die Möglichkeiten der Nachbearbeitung bei der analogen Fotografie sehr gegrenzt, hat sich dies im Zeitalter der digitalen Fotografie stark gewandelt. Viele kleine Fehler können mit der Bildbearbeitung am Computer korrigiert werden.

Diese Korrektur sei nur eine von vielen Möglichkeiten. Dies stellte auch Schirmherr Bürgermeister German Hacker (SPD) fest. Hacker lobte das Engagement des Fotoclubs Herzogenaurach ganz allgemein, nicht nur wegen der Organisation der Bezirksschau.

Die Vorsitzende des Fotoclubs, Helga Speth, ging noch etwas weiter. Waren in den frühen Jahren im Fotoclub die Bild noch analog, sprich, in der Regel Dias, sei diese Art von Bildern fast gänzlich ausgestorben. "Im Zeitalter der digitalen Fotografie bietet die Bildbearbeitung eine Fülle an Möglichkeiten, die Bilder zu verändern. Fotografie ist kein Abbild der Wirklichkeit mehr. Wir können die Wirklichkeit verändern und sogar einen völlig neuen Kontext schaffen", so die Überlegungen der Vorsitzenden.

Einfach mal vorbeischauen

Wer Lust am Fotografieren im Verein hat, kann donnerstags ab 20 Uhr im Clubraum des Fotoclubs, Zugang Burgstaller Weg, unverbindlich vorbeikommen und sich ein Bild von der Arbeit im Verein und seinen Mitgliedern machen.