Mit der Eröffnung der Ausstellung "Dear Mother" am morgigen Freitag erwartet die Besucher der erste große Höhepunkt der Herzogenauracher Kulturtage. Der 31-jährige, in Delhi lebende Fotograf Florian Lang stellt im Kunstraum in der Langenzenner Straße eine Fotoserie über den heiligsten Fluss Indiens, den Ganges (Ganga Mother), aus. Das Fotoprojekt "Dear Mother" ist eine Reise in Bildern entlang des Ganges - vom Gangotri Gletscher im Himalaya bis in die Sundarbans, das riesige Flussdelta am Golf von Bengalen.
Seit Anfang 2015 arbeitet Florian Lang an einer Fotoserie über den Ganges, die wichtigste Lebensader Indiens. Lang ist nicht nur ein Fotograf, sondern auch ein innovativ denkender und emotional handelnder Mensch, der sich einen Traum erfüllte, was sich in seinen Bildern widerspiegelt. Er ist kein "Touristen-Fotograf", sondern ein Fotograf, der Eigenschaften in sich vereint, die ein "Zauberer an der Kamera" haben muss. Seine Begabung besteht darin, besondere Situationen oder Motive festzuhalten und dadurch die Betrachter zu fesseln.


Lebensgeschichten im Bild

Die Technik ist ihm nur Nutzen, das Bild der Mittelpunkt, denn dahinter verbergen sich auch außergewöhnliche Lebensgeschichten. Bei seinen Streifzügen durch die Stadt und das Land begegnete er Menschen, die mit Würde und klarem Ausdruck in seine Kamera blicken. Wenn Florian Lang mit seiner Kamera unterwegs ist, dokumentiert er soziale Themen, davon haben Indien und insbesondere Delhi viel zu bieten.
"Indien ist ein Land der Gegensätze, faszinierend und aufregend, und manches nimmt man auf den ersten Blick überhaupt nicht wahr", sagt Lang. "Was ich hier ausstelle, ist nur ein kleiner Teil meiner Fotos. Ich musste lange überlegen, welche Bilder zum Thema der Ausstellung am besten passen", erzählte Lang beim Auspacken.
Mit der Ausstellung ist am Samstag um 19 Uhr auch eine Benefizveranstaltung des Freundeskreises "Stop" verbunden. Der Freundeskreis, der sich für junge Frauen und Kinder in Indien einsetzt, die unter Armut, Menschenhandel und Zwangsprostitution leiden und in Slums leben. Dazu werden Galina Haag und Anke Rickertsen mit klassischen indischen Tänzen und zu indischer Musik die Bedeutung des Ganges interpretieren.
Die Ausstellung "Dear Mother" ist bis 18. Oktober im Kunstraum jeweils donnerstags von 17 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Eröffnung ist am Freitag, 25. September, um 19.30 Uhr.